LMBV: SGL startet Mitte März die Verdichtungsarbeiten für Ableiter bei Senftenberg

Geländevorarbeiten und Ausrüsten des Trägergerätes LR 1550 weitestgehend erledigt

SGL-Bereichsleiter Jörg Ulbrich

Senftenberg. Oberbauleiter Jörg Ulbrich, Bereichsleiter Baugrund-und Böschungsstabilisierung der SGL Spezial-und Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer mbH, konnte im Interview mit Lausitzwelle-Redakteurin Janine Wendt am 21.02.2019 bestätigen, dass die bisher geleisteten Vorbereitungsarbeiten für die von der LMBV beauftragten Verdichtungen im Bereich des noch zu bauenden Ableiters im Plan liegen.

Die vorlaufenden Erdarbeiten der Bergbausanierer zum Geländeauftrag bzw. Geländeabtrag auf der Arbeitstrasse mit einem Volumen von ca. 85.000 Kubikmeter gehörten dazu.

Die SGL wird ab ca. Mitte März mit Ihren Mitarbeitern die konkreten Verdichtungsarbeiten für den Baugrund der künftigen Ableiters vom Sedlitzer See beginnen. Dazu wurde ein Liebherr-Raupenkran LR 1550 – als Trägergerät 1 – mit der entsprechenden Rütteltechnik ausgelastet. Um den zugelassenen Bodendruck von 400 Tonnen Gesamtgewicht nicht zu überschreiten, wurde der Ausleger etwas verkürzt in einer Länge von 77 Metern angebracht. Die rund 41 Meter lange und 16 Tonnen schwere Lanze einschließlich Rüttelkopf kann nun das vorgesehene Verdichtungsraster von 3 mal 3 Metern abarbeiten.

Der zuständige LMBV-Projektmanager Ulrich Schönlein erklärte, dass mit der Rütteldruckverdichtung RDV voraussichtlich ab 11. März 2019 zunächst in Richtung Norden rund 225 Meter auf 60 Meter Breite bearbeitet werden, um einen tragfähigen Baugrund für die Ableiter-Rinne herzustellen. Dazu wird die Lanze zwischen anfänglich sechs bzw. später maximal 40 Meter tief in den Untergrund mit Eigengewicht entsprechend der Kippen-Morphologie im Übergangsbereich zwischen gewachsenem Boden und dem Kippenmassiv des ehemaligen Tagebaus Impuls eingeführt, um den bis dahin nicht tragfähigen Boden zunächst in der Anfangszeit im Testmodus zu verdichten. Die regulären RDV-Arbeiten bis zur Station 0+539 sind bis Mai 2019 geplant.

In einer weiteren Bauetappe sollen dann von einem weiter nördlich gelegenen Montageplatz parallel in der 13. KW mit einem weiteren Trägergerät – als Trägergerät 2 bezeichnet – Rüttelstopfarbeiten bis zu 25 Meter Teufe auf einer Arbeitsbreite von 60 Meter erfolgen. Ergänzend werden die Arbeiten mit dem dann für die Folge-RSV umgerüsteten Trägergerät 1 ab St 0+530 auf dem Gebiet des Südfeldes des ehemaligen Tagebaus Ilse-Ost erfolgen. Parallel laufen permanente Schwingungs- und Porenwasserdruckmessungen sowie arbeitsschutzvorsorge- und sicherheitsbedingte Rissbeobachtungen und begleitende Vermessungsarbeiten.

RDV-Gerät für Verdichten des Baugrunds des Ableiters wurde ausgerüstet

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