LMBV: Sicherungen bei Braunkohlengrube Nr. 113 zwischen Rositz und Kriebitzsch

Bohrungs- und Versatzarbeiten entlang der Bundesstraße B 180

Leipzig. Im Ergebnis einer Unterlagen- und Risswerksrecherche durch die LMBV sowie zahlreichen Erkundungsbohrungen in den letzten Jahren im Bereich der Bundesstraße 180 zwischen Rositz und Kriebitzsch ist festgestellt worden, dass trotz der etappenweisen Verwahrung in den vergangenen Jahrzehnten teilweise noch offene Hohlräume (Streckenbereiche) im Untergrund vorherrschen. Es besteht das Risiko, dass die unterirdischen Streckenausbauten, die zwischen 32 bis 59 Meter tief liegen, zusammenbrechen und sich der Verbruch über das Deckgebirge bis zur Geländeoberkante als so genannter Tagesbruch ausbreiten kann. Daher erfolgt derzeit eine Sicherungsmaßnahme zur abschließenden Verwahrung der untertägigen Streckenbereiche im Bereich der B 180 sowie des parallel verlaufenden Radweges. Dazu wird in die gefundenen Hohlräume eine Braunkohlenfilteraschesuspension eingespült, die aushärtet. Insgesamt werden über 3.000 Tonnen Verfüllmaterial zum Einsatz kommen.

Die Bohr- und Versatzarbeiten laufen seit Oktober 2015 im Auftrag der LMBV. Vorab sind drei Sicherungsbereiche definiert worden, die nacheinander bearbeitet werden, um die halbseitigen Verkehrsbehinderungen so kurz wie möglich zu halten. Es ist geplant, die Verfüllarbeiten in allen drei Sicherungsbereichen im Mai 2016 abzuschließen. Auftragnehmer für die § 2-Maßnahme ist die Firma Bohrgesellschaft Landsberg mbH.

 

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