LMBV: Spundwand für künftige Kaimauer am Sanierungsstützpunkt am Sedlitzer See begonnen

Sedlitzer Nordufer: Rammarbeiten für Kai an Einlassstelle und Sanierungsstützpunkt

Bohlen-Einrammen für Anlegestelle am Nordufer-Sanierungsstützpunkt beim Gewerbegebiet gestartet

Die Bohlen für Kai-Spundwand sind bis zu 15 Meter lang

Senftenberg/Lieske. Auf der Baustelle der LMBV und der Stadt Senftenberg am Nordufer des Sedlitzer Sees hat der Auftragnehmer STRABAG kürzlich mit dem Einbau von Bohlen begonnen. Dazu kommt ein Ramm- und Bohrgerät vom Typ LRB 155 mit Hydraulikhammer zum Einsatz. Die Fa. Liebherr gibt für dieses raupengestützte Gerät mit einem 612-PS-Motor bei einer Mäklerlänge von bis zu 24 Meter ein Dienstgewicht von etwa 66 Tonnen an.

Auf einer Fläche von 30 Hektar entsteht am Nordufer ein neues Gewerbegebiet der Stadt Senftenberg, welches aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur –GRW Infrastruktur“ gefördert wird. Der Kai für die Einlassstelle und den Sanierungsstützpunkt der LMBV ergänzt das künftige Gebiet für wasseraffines Gewerbe und Dienstleistungen am Nordufer des Sedlitzer Sees.

Zur Schaffung einer Rammebene war zunächst eine Vorschüttung entlang der Spundwandachsen herzustellen. Diese überdeckt im Bereich der Einlassstelle teilweise die vorhandene Kliffsicherung. Nach der Rammung wird die Vorschüttung wieder entfernt. Die Teile der Vorschüttung, die seeseitig unterhalb der Höhenkote von 95,0 m NHN auf der Kliffsicherung liegen und ohne eine Befahrung der Kliffsicherung nicht erreichbar sind, verbleiben auf der Kliffsicherung, um diese nicht zu beschädigen.

Mit der Ramme entsteht eine ca. 290 Meter lange, rückverankerte Spundwand. Die ca. 250 Einzel- und Doppel-Spundbohlen haben insgesamt ein Gewicht von ca. 600 Tonnen und eine Ansichtsfläche von ca. 4.000 m². Die einzelnen Bohlen sind bis zu ca. 15 Meter lang und binden im Endzustand bis zu ca. 9 Meter in den Untergrund ein. Die Rammung erfolgt auf einer extra dafür hergestellten Rammebene.

Für die gesamte Kaianlage wird eine 290 Meter lange Uferwand mit Spundwänden errichtet. Die Spundwände werden an den äußeren Flügeln als unverankerte Wand ausgebildet. Im Bereich mit zu erwartenden bzw. eingeplanten Verkehrslasten werden die Spundwände rückverankert. Die Verankerung erfolgt durch eine Gurtung und Horizontalanker in verschiedenen Höhen und mit rückwärtigen Ankerwänden. Die Stahl-Anker sind 2,85 bis 23,65 Meter lang. Die Ankerwände sind ebenfalls Spundwände und haben als Doppelstahlbohle eine Länge von bis zu 2,20 Meter.

Der obere Abschluss der Spundwand wird auf einer Länge von ca. 230 m mit einem Betonholm ausgebildet. Die übrigen Spundwände im westlichen Flügelbereich und an der Sliprampe erhalten eine Abdeckung als Stahlholm. Die Spundwände, Anker, Gurtungen und Holme werden werkseitig vollständig mit einem Korrosionsschutz ausgestattet und geliefert. Es wird zudem ein Beschichtungssystem nach der Liste der zugelassenen Systeme für Binnengewässer verwendet, welches eine Zulassung in Verbindung mit den chemischen Verhältnissen des Grund- und Seewassers, hier insbesondere dem derzeit noch geringen pH-Wert von um die 3,0 im Bergbaufolgesee und in Verbindung mit dem gleichzeitigen Betrieb einer Kathodischen Korrosionsschutzanlage besitzt.

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