LMBV: Start eines seismohydraulischen Monitorings im Ex-Tagebau Schlabendorf-Süd erfolgt

Zwanzig hochempfindliche seismische Stationen Im Umfeld der Innenkippe Schlabendorf-Süd für SHGM positioniert

Senftenberg/Fürstlich Drehna. Initiiert durch die Facharbeitsgruppe Seismik der LMBV wird in den kommenden Monaten das seismische Monitoring zum Seismisch-Hydraulisch-Geotechnischen Monitoringsystem (SHGM) weiterentwickelt. Ziel ist es, die Stabilitätsveränderung des Kippenmaterials im Einzelnen seismisch zu verfolgen und durch Korrelation mit den hydraulischen, bodenmechanischen, hydrologischen, markscheiderischen und meteorologischen Daten Möglichkeiten für eine Aushaltung spezifischer Bereiche mit kritischen Veränderungen der Kippenstabilität zu schaffen.

Dazu werden am Beispiel der Innenkippe Schlabendorf-Süd mittels Fernübertragung Monitoringdaten von Grundwassermessstellen, Wetterstationen, Porenwasserdruckmessstellen und Sättigungsmessgebern sowie seismische Daten mit enger Taktung erfasst und interdisziplinär ausgewertet.

Im Umfeld der Innenkippe Schlabendorf-Süd wurden dazu 20 hochempfindliche seismische Stationen positioniert, welche die seismische Aktivität in der Kippe dokumentieren. Somit sind geotechnische Zustandsveränderungen und Bruchereignisse im Kippenbereich zeitlich und lokal zuordenbar und können in Verbindung mit den o. g. geotechnischen und geohydraulischen Untersuchungen und Messwerten ausgewertet werden.

Weiterhin sind kombinierte geotechnisch-seismische Feldversuche zur Korrelation bodenmechanisch-hydraulischer mit seismischen Kennwerte vorgesehen, u.a. um die in der Kippe im Zuge der Sprengverdichtung ablaufenden Prozesse besser zu verstehen und um den Verdichtungserfolg nachweisen zu können. Das Projekt ist für den Zeitraum 2015 bis 2017 konzipiert. Quelle:  LMBV / Bereich Technik / Abt. Grundsätze Geotechnik / Wasserwirtschaft // Ansprechpartner: Dipl.‐Ing Hans-Peter Schleußner und Siegfried Breier.

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