LMBV stellte Maßnahmekatalog für Sanierungsvorhaben in und um Lauchhammer vor

Senftenberg/Lauchhammer. Anlässlich der öffentlichen 84. Sitzung des Arbeitskreises Lauchhammer des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg am 20.03.2013 stellte LMBV-Abteilungsleiter Michael Matthes die Leistungen der Bergbausanierung aus dem Jahr 2012 und für das Jahr 2013 vor. Rund 36 Prozent des in Brandenburg zur Verfügung stehenden Sanierungsbudgets wurden allein im Raum Lauchhammer im Jahr 2012 investiert. Das waren mehr als 16 Mio. Euro, die die LMBV dafür im Rahmen des §2 und §3 VA VI auf den Weg gebracht hatte.

Im Rahmen der Grundsanierung - §2 des VA - benannte M. Matthes u.a. die durchgeführten Holzungen, den Erdbau sowie die RDV in 2012 und 2013 am Restlochkomplex Kleinleipisch; den weiterzuführenden Erdbau 2013 im Bereich E der Kippenstraße L 60, südlich des Bergheider Sees; den 2012 realisierten Bau der „Großen Heberleitung“ vom RL 131 Süd zum RL 114, die Baumaßnahme an der Hochkippe Schipkau – mit geplanten Holzungen und RDV – in 2013/2014; den Erdbau und die Sockelverdichtung in 2013/2014 in den Projekten 1 und 2 an der Schwarze Keute; die Variantenuntersuchungen in 2013 zur Anbindung des RL 35 an den Hammergraben; weitere HOAI-Leistungen in 2013 zur Sicherung des RL 35; die Vorbereitungen zur Mediensicherung in der Ortrander Straße bis ins Jahr 2014, die HOAI-Leistungen 2013 zur Untersuchung einer grundwasserfernen Schließung des RL 42; die angedachte Umsetzung von Verdichtungsarbeiten am RL 28/29 - nach Beantragung beim LBGR - mit RDV an der Ostböschung sowie LRDV an weiteren Uferbereichen in den Folgejahren; die Verfüllung von Tieflagen am RL 113 in 2013/2014; die Planungen für eine Wasserbehandlungsanlage (WBA Plessa) im Bereich der Schwarzen Elster sowie für ein Ableitungssystem vom RL 99 zum Floßgraben.

Die LMBV informierte weiterhin zum Stand sogenannter §3-Maßnahmen zur Gefahrenabwehr aus dem Grundwasserwiederanstieg wie an der Wohnbebauung der Grubenteichsiedlung in Lauchhammer-West; zur weiteren Planung für den Umgang mit dem Gewerbestandort an der Ortrander Straße in Mitte; zum weiteren Vorgehen an der Wohnbebauung am Pappelweg in Lauchhammer-Ost – hier wurden im November 2011 Sicherungsmaßnahmen begonnen – eine mehrstufige Bearbeitung ist weiter erforderlich; zum Planungsstand für die von der LMBV entworfene Abwehrmaßnahme für die Schlosssiedlung sowie Ausführungen zur Ertüchtigung des Mühlengrabens im Ortsteil Grünewalde und der Herstellung einer Ableitung in das RL 114.

In der öffentlichen Diskussion wurden u.a. Nachfragen an die LMBV zu weiteren Variantenuntersuchungen für den Umgang mit dem Wehlenteich, zu dem Wunsch nach verbindlichen Aussagen zur Fertigstellung der L60 sowie zur Zuwegung nach Kostebrau bei notwendigen Sperrungen sowie zu Einzelaspekten beim weiteren Vorgehen an der Ortrander Straße aufgeworfen. Die LMBV wies diesbezüglich auf die notwendigen Schrittfolgen der Vertiefung der Planungen, der Erwirkung von planrechtlichen Genehmigungen bei den Behörden bis hin zu Finanzierungsanträgen und Ausschreibungen hin, ehe es zu Umsetzungen kommen kann. Daher seien die Zeitabläufe in Gänze nur schwer abschätzbar und gegenwärtig nur unverbindliche Angaben möglich.

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