LMBV: Wassergüte des Störmthaler Sees wird vom Bergbausanierer gewährleistet

LMBV: Der Störmthaler See mit dem Ferienresort Lagovia
Der Störmthaler See mit Ferienresort Lagovia - ein Bergbaufolgesee der LMBV

Wasserbehandlungsschiff soll planmäßig ab 2019 zum Einsatz kommen

Leipzig/Störmthal. Die LMBV trägt im Rahmen der Wiedernutzbarmachung des Tagebaus Espenhain die Verantwortung für das Füllen der im Zuge der Braunkohlengewinnung entstandenen Hohlformen und hat auch Verpflichtungen hinsichtlich des Erreichens und Einhaltens einer aus dem Wasserrechtsverfahren behördlich vorgegeben Güte im Störmthaler See. Der aktuelle pH-Wert des Störmthaler Sees liegt bei ca. 5,6. Das Seewasser ist damit leicht sauer. Ein neutraler pH-Wert liegt bei 7,0. Der Störmthaler See wurde maßgeblich mit gut gegen Säure gepuffertem Sümpfungswasser aus dem MIBRAG-Tagebau Profen geflutet. Mit Erreichen des Endwasserstandes 2013 wurde ein neutraler See hergestellt.

Als Bergbaufolgesee unterliegt der Störmthaler See aufgrund stark acidischen Grundwasserzuströmen derzeit der Rückversauerung. Die Rückversauerung wurde mit Beendigung der Flutung aufgrund der Reduzierung des eingeleiteten Sümpfungswassers offensichtlich. Durch Einleitung von gegen Säure gepuffertem Sümpfungswasser aus dem MIBRAG-Tagebau Profen wird derzeit der pH-Wert aktiv wieder angehoben.

Derzeit sind keine negativen Auswirkungen durch den aktuellen pH-Wert im Störmthaler See für Mensch und Natur zu beobachten. Eine Badenutzung ist unbedenklich. Für Badegewässer sollte lediglich ein pH-Wert von 3,5 nicht unterschritten werden. Der Störmthaler See besitzt auch Bereiche mit deutlich höheren pH-Werten, so dass zum Beispiel Fische bevorzugt diesen Lebensraum nutzen können.

Der Vertrag zwischen der LMBV und der MIBRAG zur Überleitung des Sümpfungswassers läuft Ende 2018 planmäßig aus und wird nicht verlängert werden. Somit steht ab 2019 kein Sümpfungswasser zur Beschaffenheitsstützung des Störmthaler Sees zur Verfügung. Geplant ist, durch Eintrag von Kalk mittels Wasserbehandlungsschiff ab 2019 der Rückversauerung des Sees entgegenzuwirken. Der LMBV liegt die wasserrechtliche Erlaubnis zum Eintrag von Kalk im übernächsten Jahr bereits vor.

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