LMBV: Tunnelröhre zwischen den Speichern Lohsa II und Burghammer im Nasslauftest

Zunächst floss probeweise Burghammer-Wasser in die Tunnelröhre – dann Test mit drei Kubikmeter Lohsaer Wasser pro Sekunde

Senftenberg/Burghammer. Das erste Wasser aus dem Restloch Burghammer floss am 11. Februar 2016 kontrolliert und testweise genau nach behördlich genehmigtem Ablaufplan in die Tunnelröhre, die den Bernsteinsee mit dem Specherbecken Lohsa II verbindet. Um dieses testweise zu erreichen, hatte die LMBV gemeinsam mit vielen Partnern bei den Behörden und Ingenieurgesellschaften intensive Vorarbeiten zu leisten. Die gesamte Steuerungs- und Sicherheitstechnik des in den Jahren 1995 bis 1997 errichteten Bauwerkes musste dafür überprüft und auf den neuesten Stand gebracht werden.

Um 12:25 Uhr war es am Donnerstag dann soweit: das erste Wasser rauschte kontrolliert in die zum Speicher Lohsa II hin noch abgeriegelte Tunnelröhre. Ziel war zunächst ein Druckausgleich, ein Belastungstest  und das Ausspiegeln auf den Burghammer-Seepegel im Tunnel. Alle Beteiligten, darunter Vertreter der Landesdirektion Sachsen, der Landestalsperrenverwaltung, der Forst- und Bergbehörden sowie verschiedener auftragnehmender Ingenieur- und Messfirmen zeigten sich zufrieden, dass das umfangreiche Programm an Vorarbeiten gemeinsam erfolgreich umgesetzt worden war.

Am Folgetag, dem 12. Februar 2016, ging es dann um die eigentliche Erprobung mit Lohsaer Wasser: der LMBV-Testbetrieb für das Ausleiten von Lohsa-II-Wasser in das niedriger gelegene Restloch Burghammer konnte beginnen. Die Kraft von rund fünf Meter Wasserspiegelunterschied musste gebrochen und das Tunnelbauwerk seine Funktionsfähigkeit erweisen. Dazu wurden gesonderte Messreihen für den Durchfluss und auch Uferporenwasserdruck-Überwachungsmessungen im Umfeld des auf gekippten Boden errichteten Tunnelbauwerkes gefahren. Rund drei Kubikmeter pro Sekunde neutrales, bläulich schimmerndes Seewasser fluteten ab ca. 11:00 Uhr die Tunnelröhre und liefen vom Lohsaer Speicher hinüber zum Bernsteinsee.

Der für die Erprobung zuständige-LMBV-Projektmanager Jürgen Nagel konnte stolz konstatieren: „Auftrag erfüllt! - Das Ausleiten aus dem Speicher Losha II wurde nunmehr gezielt technisch vorbereitet und ist nach dem Vorliegen aller notwendigen behördlichen Genehmigungen schrittweise umsetzbar.“

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