LMBV: Überleiter C und Gefluder im Bau - Kleine Restlochkette gewinnt immer mehr an Gestalt

Überleiter C im Sept. 2019
Überleiter C im Sept. 2019

Verbund der Restlöcher 131-Süd und 113 sowie Anbinden des RL 75/99 kommen weiter baulich voran

Grafik zum geplanten Überleiter C mit Insel
Geplantes Profil des Überleiters C

Senftenberg/Grünhaus. Im Rahmen der Sanierungsarbeiten der LMBV werden derzeit weitere Bestandteile eines 20,4 Kilometer langen, sich selbstregulierenden Ableitungssystems vom Bergheider See bis zur Schwarzen Elster geschaffen, welches zukünftig 18 kleine Gewässer innerhalb der Kleinen Restlochkette verbinden wird.

Künftig soll das Überschusswasser des vormaligen Tagebaurestloches Klettwitz-Nord über die Seeteichsenke und die anschließenden Restlöcher 131 N (künftiger Heidesee), 131 S (künftiger Kleinleipischer See), in Richtung Süden über die Restlöcher 113, 75, 99 und Folgende über den Floßgraben bis hin zur künftigen LMBV-Wasserbehandlungsanlage Plessa abgeleitet werden.

Die Wasserverbindungen zwischen dem Bergheider See und der Seeteichsenke, der Seeteichsenke und dem RL 131 Nord, dem Schmalen See (RL 104) und dem Koynesee (RL 113) sowie die Überleiter A (zw. RL 131 N und RL 131 S) und B (zw. RL 130 und RL 131 S) sind bereits ausgebaut.

Zu den wichtigen Sanierungsleistungen im Gebiet der Kleinen Restlochkette gehört derzeit das Errichten des Überleiters C zur ökologischen und hydraulischen Verbindung der Restlöcher RL131-Süd und RL 113. Dieser soll bis 12/2019 durch die Fa. Steinle Bau realisiert werden. Der C-Verbinder hat eine geplante Grabenbreite von 35 bis 55 Meter und eine Grabenlänge von ca. 800 Meter bei einer Grabentiefe von 0,9 – 5,2 Metern. Parallel laufen im Auftrag der LMBV auch die Arbeiten der Fa. Steinle Bau am Gefluder vom RL 113 zu den Restlöchern 75/99 und Auffüllungen an der Tieflage Koyne.

Die Seeteichsenke ist an den Bergheider See angebunden

Die Restlöcher bei Kleinleipisch sind u. a. Hinterlassenschaften der Tagebaue aus dem voran gegangen Jahrhundert, darunter des Abbaubetriebs des Tagebaus Kleinleipisch (1942-1980), des Tagebaus Grünewalde (1950-1962), des Tagebaus Koyne (1919-1955) und der Tagebaue Marie-Anne I, III, IV bis V (zw.1910 und 1947). Durch die Abbauführung des Tagebaus Kleinleipisch entstanden die Restlöcher 130, 131-Nord und 131-Süd. Diese Restlöcher wurden nicht geschlossen, da eine Nutzung als Reaktions-, Speicher und Absetzbecken für die Braunkohleveredlung geplant war.

Der Grünhauser See Ost (RL 130) hat derzeit einen Wasserstand bei 100,72 m NHN und wird einmal 40,7 ha groß sein. An höchsten liegt derzeit der Pegel im 53,9 ha großen Heidesee bei 102,46 m NHN (Endwasserstand erreicht); der Kleinleipischer See (RL 131-S) wird 68,8 ha groß und liegt bei 98,87 m NHN (Endwasserstand 101,00 m NHN).

Insgesamt wird damit ein Ableitungssystem in der sogenannten Kleinen Restlochkette geschaffen, dass Restlöcher mit einer Seefläche von zusammen 862 Hektar und einem Seevolumen von 62 Mio. Kubikmeter verknüpft. Die dazu notwendigen Überleiter müssen in einer Länge von 9,4 Kilometer mit 32 Quer- und Kreuzungsbauwerken und einer Wasserbehandlungsanlage errichtet werden. Zu den verbundenen Restlöchern gehören künftig auch der Grünhauser See West (RL 129), der Schmale See (RL 104), das Kranichbecken auf der Mastkippe sowie die Senken der Schwarzen Keute Ost und West.

Die abschließenden Sanierungsarbeiten in diesem Gebiet wurden ab 2018 begonnen. Dazu gehören u. a. das Erbringen von Rekultivierungsleistungen, das Beseitigung von Gewässeruntiefen und das Sichern von Erosionsrinnen. Das Herstellen der Trittsicherheit auf den westlich angrenzenden Flächen der Seeteichsenke durch Aufhöhung um ein bis zwei Meter ist ebenso abgeschlossen wie das Errichten des Überleiters vom Bergheider See zur Seeteichsenke (L: 700 m) und von der Seeteichsenke zum RL 131-Nord (L: 480 m).

Weitere Leistungen sind noch die:

  • Sicherung der nordwestlichen Uferböschungen Seeteichsenke mittels Dynamischer Intensivverdichtung (mit Landpac-Walze)
  • Herstellung der Trittsicherheit auf Kippenflächen nördlich und nordwestlich der Seeteichsenke.

Im Zuge der Braunkohlensanierung soll eine Bergbaufolgelandschaft entstehen, die einen ausgeglichenen, sich weitestgehend selbst regulierenden Wasserhaushalt aufweist. Dazu wurden die Restlochböschungen verdichtet, die Restlöcher geflutet und durch Überleiter miteinander verbunden. Dazu gehören die Eingliederung der Restlöcher in das Naturschutzgebiet Grünhaus innerhalb des Naturparkes "Niederlausitzer Heidelandschaft", die Nachnutzung der Böschungsbereiche als Sukzessionsflächen und eine naturnah zu gestaltende Endböschungsgeometrie.

Die Tieflagen Koyne werden aufgefüllt

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