LMBV: Breite Informationen der Bergbausanierer im Arbeitskreis Meuro/Seengebiet vorgestellt

Erledigtes und Vorhaben der Bergbausanierer erläutert

Senftenberg. Am 18. Februar 2015 tagte der Arbeitskreis Meuro/Seengebiet des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg im Senftenberger Rathaus. Im Rahmen der öffentlichen 91. Sitzung des Arbeitskreises informierte auch die LMBV über Erledigtes und Vorhaben der Bergbausanierer im Betrachtungsgebiet. Der zuständige LMBV-Projektmanager Jens Bäcker zog eine eindrucksvolle Bilanz des Jahres 2014 und nannte beispielhaft das erfolgte Sichern des Randschlauches Tatkraft, den Erdaushub im Hafenbereich Großräschen und die Auffüllung von Tieflagen, den Überhöhenabtrag auf den Innenkippenbereichen des ehemaligen Tagebaus Meuro, das bauliche Fertigstellen des Überleiters 11, den Einbau von Geotubes am Nordufer des Sedlitzer Sees, das Herstellen der Grundbruchsicherheit im Umfeld des Barbara-Kanals, den Schwimmbagger-Einsatz im Restloch Skado sowie im Restloch Koschen und die dort erfolgte Gewässerkonditionierung. Zu den im Jahr 2014 umgesetzten Projekten zählen zwei weitere eingeweihte Horizontalfilterbrunnenanlagen in Senftenberg, die im Dezember in Betrieb gegangen waren. Der Stützdamm-Anschluss im Bereich der Restlöcher Heide konnte plangerecht erreicht werden, das Ufer der NO-Böschung wurde im Oktober 2014 erreicht. Derzeit erfolgt das Einbinden in die Kippenböschung mit dem Ziel, die RDV-Arbeiten bis zum Ende des I. Quartal 2015 fertigzustellen.

Corinna Hampe, Planungsreferentin bei der LMBV, gab auch noch einen Ausblick auf konkrete Vorhaben der LMBV im Raum Meuro und im Seengebiet im Jahr 2015. Dazu gehören das Einrichten von 22 Filterbrunnen als Galerie rund um das Restloch Westmarkscheide  mit dem Ziel, den Grundwasser-Grenzwasserspiegels in der Kippe zu sichern und das gehobene Wassers zum Durchführen eines Hydromonitorings zu nutzen. Zu den Projekten 2015 gehören auch das Fortführen von Böschungssicherungen am Restloch Meuro und Rekultivierungsmassnahmen an den Restlöchern bei Hosena, der Bau eines Ableiters aus dem Sedlitzer See – die Holzungs- und Rodungsarbeiten dafür haben im Februar 2015 begonnen – die Verdichtungsarbeiten sollen im III. Quartal 2015 starten. Am Sedlitzer See sollen im Norden weitere Uferabschnitte auf 1.400 Meter gesichert werden. Für den Senftenberger Ortsteil Brieske wurde eine Variantenuntersuchung aufgezeigt, bei der mit zwei Filterbrunnen eine gezielte und weitgehende Gefahrenabwehr gegen den Grundwasserwiederanstieg in Brieske mit einer Ableitung in Richtung Wasserbehandlungsanlage Pößnitz erreicht werden könnte. Ein wichtiges Element in der künftigen Nachnutzung wird mit dem angestrebten feierlichen Eröffnen des Gehweges im Tunnel des Überleiters 11 am 24. April 2015 gemeinsam mit dem Zweckverband LSS und dem MIL an die Öffentlichkeit übergeben werden können.

Zurück