LMBV: Umfangreiche Sanierungsarbeiten im Geiseltal - Böschungssichern kommt voran

Erosionsrinnenverbau an der Nordseite des ehemaligen Tagebaus Mücheln

Leipzig/Mücheln. Unterhalb der Ostfeldhalde, zwischen den Halden Klobikau und Blösien, prägen vor allem feinkörnige Materialien die oberen Bodenschichten des ehemaligen Braunkohleabbaugebietes. Um die dadurch begünstigten Bodenerosionen effektiv zu verhindern, hat die LMBV umfangreiche Sanierungsleistungen in Auftrag gegeben. Seit Anfang Juli finden diese Maßnahmen statt, die bis September andauern sollen.

In den betroffenen Böschungsabschnitten werden vorhandene Erosionsrinnen u. a. mit Schotter, Kies und geeignetem Bodenmaterial verfüllt und mittels Hangfaschinen gesichert. Erforderliche Entwässerungs- und Ableitgräben für Oberflächenwasser werden neu- oder wiederhergestellt. Dabei erfolgt der Grabenausbau zum überwiegenden Teil ebenfalls mit einer Schotterbefestigung.

Bereits seit Februar dieses Jahres wurde vorlaufend der störende Bewuchs entfernt, temporäre Ersatzhabitate (Lesesteinhaufen) für Zauneidechsen geschaffen sowie ein Amphibienschutzzaun aufgestellt.

Im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen sind umfangreiche Anpflanzungen vorgesehen. Wobei rund 240 m³ fruchtbarer Kulturboden im Vorfeld aufgebracht wird. Im Anschluss erfolgt auf ca. 5.000 m² eine Nassansaat bzw. Mulchdecksaat. Geplant sind circa 970 Anpflanzungen. Eine Pflege dieser ist bis 2018 vorgesehen. 

Auftraggeber: LMBV; Planer und Bauüberwacher einschließlich ökologische Bauüberwachung: AQUiLA  Ingenieurgesellschaft mbH Zwenkau; Baubetrieb: Meliorations-, Straßen und Tiefbau GmbH Laucha

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