LMBV: Umsetzung des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung in Brandenburg vorgestellt

Neue Vorsitzende des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg Kerstin Kircheis gewählt und beglückwünscht

Neue Vorsitzende: Kerstin Kircheis

Cottbus/Senftenberg. Am 21. November 2019 trat der Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg zu seine 95. Sitzung in Cottbus zusammen.

Dem bisherigen Vorsitzenden Holger Bartsch wurde für sein langjähriges erfolgreiches Wirken gedankt. Die 22 anwesenden Mitglieder mit Stimmbefugnis wählten aus ihrer Mitte die 1955 geborene vormalige Landtagsabgeordnete der SPD, Kerstin Kircheis mit 15 Ja-Stimmen zur neuen Vorsitzenden. Die LMBV schloss sich den guten Wünschen für ihre Amtsführung an und hofft auf eine gute künftige Zusammenarbeit.

Zu Beginn der Sitzung hatte der am 20. November 2020 in sein Amt als Staatssekretär im MIL berufene Rainer Genilke (CDU) die Gelegenheit zu einem Grußwort als erster Amtshandlung genutzt. Er betonte, dass sich der Ausschuss als Gremium der Willensbildung im Revier bewährt hat und als wichtige Kommunikationsplattform in der Lausitz gilt. Er dankte allen bisherigen Mitglieder und auch LEAG und LMBV für ihre konstruktive Mitarbeit.

Der LMBV-Bereichsleiter Sanierung Lausitz, Gerd Richter, als beratendes Mitglied vor Ort, informierte den Ausschuss umfassend über die Umsetzung des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung im Land Brandenburg und gab auch einen Ausblick auf die Projekte in 2020. Dabei streifte er die Sanierungsarbeiten am Klinger See, auf der LMBV-Innenkippe im Tagebau Jänschwalde sowie die Rütteldruckverdichtung (RDV) und den Erdbau auf der LMBV-Innenkippe Cottbus-Nord. Gerd Richter informierte über den Fortgang der schonenden Sprengverdichtung in Seese-Ost, die leichte RDV am Restloch 1a sowie das Verfüllen einer Tieflage Nord am Kittlitzer See.

Zum Bericht gehörten auch die In-Lake-Behandlungen im Restloch 14/15 sowie im Restloch 12. Am Restloch A stehen derzeit das Errichten und der Ausbau von sechs Vertikalfilterbrunnen zur temporäreren Absenkung des Kippenwasserspiegels an. Ab 01.Juli 2020 soll die Baufeldfreimachung starten und in 2021 die RDV – und Rüttelstopfverdichtungs-Arbeiten einsetzen, so die bisherigen Abstimmungen mit dem privaten Eigentümer. Damit kann die Saison 2020 am Hindenberger See noch ohne Seeabsenkung stattfinden. Im Rahmen des §3 des VA BKS stehen in 2020 sieben Einzelhaussicherungen in Lübbenau bzw. Bolschwitz auf der Agenda der Bergbausanierer.

Am Restloch Greifenhain laufen derzeit RDV-Arbeiten an der Südwestböschung, die bis Juni 2020 geplant sind. Rund 2,2 Mio. Kubikmeter werden hier bis zu einer Teufe von 35 Meter verdichtet. Dazu sind 13.000 Ansatzpunkte für die Rüttellanze vorgesehen. An der Nordost- und Nordwest-Böschung sind Fallgewichtsverdichtungen mit einem 30-Tonnen-Gewicht geplant. Hier sind 3,3 Mio. Kubikmeter auf 650.000 Quadratmeter zu bewältigen.

In den Tagebaufeldern Lauchhammer wurde das Projekt des Baus der künftigen Wasserbehandlungsanlage Plessa vorgestellt sowie die geplante Verwahrung von 50 Filterbrunnen am Nordufer des Bergheider Sees aufgerufen. Das Sichern der Seeteichsenke mit Landpac-Walze erfolgt auf 32 Hektar bis Januar 2020. Der Überleiter C und das Vorflut-Anbinden der Schwarzen Keute konnte bereits weitestgehend fertiggestellt werden. Genannt wurden auch die Sicherungsarbeiten an der auf Kippe liegenden L 60, die fast zwei Monate vorfristig beendet wurden, und so die Straße für den Verkehr wieder von der LMBV freigegeben werden konnte.

Gerd Richter ging in der Folge noch auf zahlreiche weitere Projekte im Raum Senftenberg und Großräschen ein, insbesondere auf die Herausforderungen beim Böschungssichern am Sedlitzer See und am Großräschener See. Bei Großräschen beginnt in diesen Tagen das Herstellen eines rund 800 Meter langen Stadtstrandes bis August 2020 als §4-Maßnahme.

Zurück