LMBV und Arbeitsgemeinschaft von STRABAG und BAUER veranstalten Baustellentag am zukünftigen Harthkanal

Offene Tore für Anwohner auf der Gewässerverbindungsbaustelle zwischen Cospudener und Zwenkauer See am 19.09.2015

Leipzig/Zwenkau. Der Bau des Harthkanals mit allen begleitenden Maßnahmen stellt für die mitteldeutschen LMBV-Standort die mit Abstand größte und umfangreichste Maßnahme der kommenden Jahre dar. Nicht nur das zeitliche und finanzielle Volumen, sondern auch die Besonderheiten des Geländes auf Kippenboden seien eine ingenieurtechnische Herausforderung. Dies erläuterte Thomas Rösler, LMBV-Abteilungsleiter Projektmanagement Westsachsen-Thüringen, während des Baustellentags am 19. September 2015 mehreren hundert Besuchern aus Markkleeberg und Zwenkau. Informationen zur eingesetzten Rüttelstopftechnik bei der Maßnahme „Baugrundverbesserung im Rahmen der Herstellung der Gewässerverbindung zwischen Zwenkauer und Cospudener See“ lieferte Thomas Boeck, Leiter der Region Nord-Ost bei BAUER Spezialtiefbau GmbH im Namen der bauausführenden Arbeitsgemeinschaft STRABAG/BAUER. 

Nachdem die Besucher des Baustellentags im Zelt eine Überblickspräsentation gesehen hatten, erkundeten sie die verschiedenen Informationspunkte auf dem Gelände, wobei auch ein Rüttler in Aktion zu erleben war. Um eine Rüttelstopfsäule in den Boden zu bringen, arbeitete das GPS-gesteuerte Großgerät 16 Minuten. Fachpersonal informierte über die Tätigkeit der einzelnen Geräte, daneben stand die Verklappung der Erdmassen per Klappschute in einen bestimmten Bereich im Zwenkauer See und die Notwendigkeit einer Heberleitung zwischen Cospudener und Zwenkauer See im Mittelpunkt des Interesses. Im Baucontainer wurde ein LMBV-Video-Clip zum entstehenden Leipziger Neuseenland gezeigt.

Am eindrucksvollsten für die Besucher waren die Rütteldruckgeräte, die den Kippenbaugrund verdichten. Sie bringen auf einer Fläche von ca. 70.000 Quadratmetern ingesamt über 13.400 Rüttelstopfsäulen in eine Tiefe von 19 bis 25 Metern ein. Hierfür sind rund 145.000 m³ Stopfmaterial nötig. Des Weiteren teuft man zum Entwässern des Baugrundes insgesamt mehr als 2.700 Kiesbohrpfähle mit einer Tiefe von 19 Metern ab. Dazu sind drei Bohrgeräte im Einsatz. Auf dem Gelände arbeiten die Geräte BG 40 und BG 48 für die Rüttelstopfverdichtung sowie BG 20 und BG 28 für die Herstellung der Bohrpfähle. Zwischen Mitte März und Mitte September 2015 wurden bereits 6.893 Rüttelstopfsäulen bzw. 148.860 Rüttelmeter und 1.294 Kiesbohrpfähle bzw. 25.732 Bohrmeter hergestellt.

Nach Abschluss dieser Arbeiten, die voraussichtlich bis zum Frühjahr 2016 andauern werden, erfolgt die Errichtung des Kanals und aller dazu erforderlichen technischen Bauwerke. Schlüsselprojekt ist der Bau des ca. 790 m langen Harthkanals.

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