LMBV: Vakuumthermische Reinigungsanlage in Schwarze Pumpe errichtet und im Probelauf

Mehr als 150.000 Kubikmeter Boden sollen künftig in der VTRA für Bergbausanierer gereinigt werden

Senftenberg/Schwarze Pumpe. Im Auftrag der LMBV ist im Industriepark Schwarze Pumpe eine Reinigungsanlage für kontaminierte Böden aus der Zeit der Braunkohlenindustrie vor 1990 entstanden.

Bis zum 30.09.2018 sollte laut Auftrag die Vakuumthermische Reinigungsanlage (VTRA) technisch fertiggestellt werden. Infolge hoher Boden- und Grundwasserkontaminationen auf dem Gelände des ehemaligen Gaskombinates Schwarze Pumpe, dem heutigen Industriestandort Schwarze Pumpe, ist die Eigentümerin LMBV verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu planen und zu betreiben, die die Boden- und Grundwasserschädigungen nachhaltig minimieren und ein Ausbreiten auf unkontaminierte Bereiche, insbesondere außerhalb der Werkgrenze, verhindern. Hierfür sind im LMBV-Sanierungsprojekt „Grundwasser Schwarze Pumpe“ umfangreiche Sanierungsmaßnahmen zur Reduzierung der vorhandenen Schadstoffquellen geplant und teilweise schon umgesetzt. Den Sanierungsschwerpunkt der Quellstärkenreduzierung bildet dabei die im Juni 2017 beauftragte Maßnahme für den Bodenaustausch.

„Die technische Fertigstellung wurde der LMBV von der beauftragten ARGE VTRA und Bodenaustausch am 27.09.2018 angezeigt, sodass ab dem 28.09.2018 mit dem Probebetrieb und der Übernahme von kontaminiertem Boden begonnen wurde“, informierte Karsten Handro, zuständiger Projektverantwortlicher der LMBV. Der in der Anlage behandelte Boden stammt aus der Herstellung der Ankerebenen in den Entnahmestellen, die dort drei Meter unter der Geländeoberkante bei der Teerscheidung Ost und den Vorlagetanks bereits ausgebaut worden waren.

Die VTR-Anlage soll im Regelbetrieb, nach einem halbjährigen Probebetrieb, bis zu 240 Tonnen Boden pro Tag und 70.000 Tonnen pro Jahr reinigen. Ziel der Bodenaustauschmaßnahme ist die Reduzierung der Bodenverunreinigungen in den Hauptquellbereichen in Verantwortung der LMBV, wie der vormaligen Teerscheidung Ost sowie der Entphenolung mit den Einzelbereichen Vorlagetanks, Destillation und Extraktion.

Dazu wird der Boden in den entsprechenden Bereichen bis in eine Tiefe von 14 m ausgehoben, gereinigt und wieder eingebaut. In Summe sind das ca. 311.000 m³ Boden von denen ca. 154.000 m³ in der VTRA gereinigt werden sollen. Die darüber hinaus gehende Menge wurde als nicht bzw. gering kontaminiert eingestuft und wird unbehandelt wieder eingebaut.

Der Zeitraum für die LMBV-Gesamtmaßnahme der Bodensanierung erstreckt sich von Juli 2017 bis Dezember 2022. Auftragnehmer der LMBV ist eine ARGE der Firmen LOBBE und BAUER c/o Lobbe Industrieservice GmbH & Co KG.

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