LMBV: Verdichtungsarbeiten Werkstattgraben Süd Greifenhain haben begonnen

Rund 5,6 Millionen Kubikmeter Erdboden werden stabilisiert

Senftenberg/Altdöbern. Nachdem im November 2018 die vorbereitenden Arbeiten für die Rütteldruckverdichtung am Werkstattgraben Süd am Restloch Greifenhain begonnen hatten, starteten in dieser Woche die eigentlichen Verdichtungsarbeiten auf der rund 4,1 Kilometer langen Trasse. Der erste Rüttelansatzpunkt konnte am 17. Januar gesetzt werden. Insgesamt 10.150 Punkte wird der so genannten Rüttler im Boden anfahren, die Lanze zwischen 21 und 50 Metern Teufe einbringen und durch Vibration den Erdboden verdichten. In einem 4x4 Meter-Raster werden so Punkt für Punkt insgesamt 5,6 Millionen Kubikmeter Erdreich stabilisiert. Die Trasse, auf der das Rütteldruckverdichtungsgerät arbeitet, ist zwischen 32 und 74 Meter breit.

Die Arbeiten im Auftrag der LMBV werden durch die Firma ECOSOIL Ost GmbH ausgeführt und dauern voraussichtlich bis ins Frühjahr 2020. Die geotechnische Baubegleitung übernimmt die G.U.B. Ingenieur AG Zwickau, die örtliche Baubegleitung erfolgt durch die LUG Engineering GmbH Cottbus.

Die Maßnahme zur Verdichtung des Werkstattgrabens Süd gehört zur 21. Ergänzung des Abschlussbetriebsplans zur Sanierung des Tagebaus Greifenhain. Dieser hatte zwischen 1936 und 1994 rund 292,3 Millionen Tonnen Rohkohle gefördert. Heute entsteht im einstigen Tagebau und seinen Randgebieten der Altdöberner See mit einer Wasserfläche von rund 880 Hektar. Der benachbarte kleinere Tagebau Gräbendorf förderte in den Jahren 1981 bis 1992 rund 36,4 Mio Tonnen Rohkohle – der aus dem Tagebau entstandene Gräbendorfer See kann seit Jahren touristisch und für den Naturschutz genutzt werden. Sämtliche Flächen dieses Tagebaus konnten im vergangenen Jahr aus der Bergaufsicht entlassen und an die Anrainerkommunen übergeben werden.

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