LMBV: Verdichtungsleistungen auf Kippen bis nach 2030 erforderlich - Rüttel-Technik gefragt

Bedarf für weitere Verdichtungs-Seilbagger in der Lausitz und Mitteldeutschland angezeigt

Künftige Ableitertrasse wird zuvor verdichtet

Senftenberg. Gut vom Bürotrakt der LMBV im Dienstleistungs- und Behördenzentrum im Senftenberger Ortsteil Buchwalde sichtbar wird gegenwärtig die künftige Trasse des Ableiters Rainitza, der das Überschusswasser der erweiterten Restlochkette mittelfristig in die Schwarze Elster abführen soll, mit zwei Rüttel-Verdichtern geotechnisch gesichert.

Mittels Rütteldruckverdichtung (RDV) sowie nachfolgender Rüttelstopfverdichtung (RSV) wird die Standsicherheit der aus Kippenboden bestehenden Trasse verbessert. Dabei wird eine Rüttellanze bis zu 45 Meter tief in den Boden gelassen und das Kippenmaterial in vorgegebenen Rasterabständen Schicht für Schicht verdichtet. Weitere zwei RDV-Geräte sind derzeit im Bereich der Ost-Böschung des Cottbuser Ostsees planmäßig im Einsatz; ebenfalls zwei RDV-Seilbagger sichern die Innenkippe im Restloch Greifenhain. Im ostsächsischen Territorium erfolgt zurzeit die geotechnische Ufersicherung des Knappensees mit drei RDV-Geräteeinheiten, die bis Anfang 2022 andauern soll.

„Die in den letzten Jahren im Lausitzer Revier umfangreich realisierten Verdichtungsmaßnahmen mittels Rütteldruck-, Rüttelstopf- und Fallgewichtsverdichtung zur Gewährleistung der Standsicherheit von gekippten Böschungen müssen auch in den nächsten mehr als zehn Jahren bis nach 2030 verstärkt fortgeführt werden“, so die Aussage des LMBV-Bereichsleiters Sanierungsplanung Dirk Sonnen. Zur Bewältigung dieser sehr anspruchsvollen Spezialaufgaben setzt die LMBV weiter auf das Fachwissen und die entsprechende Gerätekapazität der relativ beschränkt zur Verfügung stehenden Firmen, um die bisherige Zusammenarbeit in bewährter Weise fortzuführen und wo möglich auszubauen.

Sonnen unterstreicht: „Es wird eingeschätzt, dass für die Sicherung an gekippten Restloch-Böschungen und den sich anschließenden Kippenbereichen in der Lausitz in 2020 analog wie in 2019 ca. sieben Rüttler-Einheiten zum Einsatz gelangen. Hinzu kommt ein Bedarf von drei Rüttlern in Mitteldeutschland im Bereich der Hochkippe Borna sowie des Speicherbeckens Borna. Im Zeitraum 2021 bis 2023 erhöht sich dieser jährliche Bedarf an Rüttelgeräten um zwei bis vier auf bis zu zwölf Rüttler in der Lausitz zuzüglich drei Rüttelgeräten in Mitteldeutschland. Ab 2024 wird mit einem relativ konstanten Bedarf auf jetzigem Niveau von ca. zehn Rüttlern pro Jahr, davon sieben in der Lausitz und drei in Mitteldeutschland bis 2030 gerechnet."

In der Lausitz handelt sich in der Zukunft insbesondere um die Bereiche der ehemaligen Restlöcher Greifenhain, Jänschwalde, Seese-West und Schlabendorf-Nord im Nordraum Brandenburgs. Im Bereich Brandenburg-Mitte sollen das Brückenbauwerk L60 und die Ostböschung des Restloches 28 geotechnisch mittels RDV- bzw. RSV-Verfahren gesichert werden. In Ostsachsen stehen u.a. die Bereiche Knappensee und Spreyer Höhe im Fokus der künftigen Sicherungsarbeiten.

RDV am Ufer des Knappensees im Auftrag des Freistaates Sachsen

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