LMBV: Viel Wasser von oben half 2017 bei der Flutung der Lausitzer Bergbaufolgeseen

Fast 162 Mio. Kubikmeter konnten in die jungen Seen der Bergbaufolgelandschaften im Jahresverlauf 2017 abgeschlagen werden

Senftenberg. Die LMBV-Flutungszentrale in Senftenberg steuert das Fluten der Bergbaufolgeseen in der Lausitz und überwacht die dafür notwendigen Steuerungsanlagen.

Nach ersten Hochrechnungen der Zentrale bei der LMBV ergeben sich für das zurückliegende Jahr 2017 sehr positive Zahlen zum Wasserdargebot, das für das Fluten und die Nachsorge der Lausitzer Bergbaufolgeseen zur Verfügung stand: 161,5 Mio. Kubikmeter konnten nach noch vorläufigen Hochrechnungen der LMBV-Hydrologen in die jungen Seen der Bergbaufolgelandschaft im Jahresverlauf 2017 abgeschlagen werden.

Dabei konnten rund 68 Mio. Kubikmeter für den LMBV-Wasserspeicher Lohsa II, vormals das Restloch des Tagebaus Lohsa II, sowie rund 22 Mio. Kubikmeter für den Bernsteinsee, das vormalige Restloch Burghammer genutzt werden. Auf den Dreiweiberner See entfielen rund 2,3 Mio. Kubikmeter.

Je rund 23 Mio. Kubikmeter konnten für den Bärwalder See bei Boxberg O.L. ebenso wie für den weiter westlich liegenden und noch entstehenden Großräschener See verfügbar gemacht werden. Rund 17 Mio. Kubikmeter wurden dem Partwitzer See zugeführt.

Aus der Spree konnten rund 6 Mio. Kubikmeter über den Oberen Landgraben in den Sedlitzer See eingespeist werden und dienten im Weiteren der Flutung des Großräschener Sees. Rund 4 Mio. Kubikmeter gingen im Jahresverlauf aus der Schwarzen Elster in den Geierswalder See. Mit etwa 2,5 Mio. Kubikmeter wurde der Wasserstand und die Qualität des Gräbendorfer See weiter gestützt.

Als großer Wasserspender rangierte 2017 die Spree mit ca. 124 Mio. Kubikmeter weit vor der Schwarzen Elster mit rund 37 Mio. Kubikmeter. Aus der Neiße wurden von den Bergbausanierern 2017 nur rund 0,8 Mio. Kubikmeter herangezogen, da die Flutung des Berzdorfer Sees bereits abgeschlossen ist.

Neben einem niederschlagsreichen Jahr waren für das positive Flutungsergebnis auch die sanierungsbedingte Zwangsentlastungen des Talsperre Bautzen und die effektive Nutzung des Wassers verantwortlich. (Stand: mit redigierten Zahlen v. 8.1.2018)

Fotos rechts: Blick auf den Geierswalder Hafen von Thomas Weißig / 2017 - Wasser läuft 2017 aus dem Oberen Landgraben zum Fluten des Sedlitzer Sees von Dr. Uwe Steinhuber (LMBV)

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