LMBV: Vorbereitungen für Indienststellen des neuen Kalkschiffes laufen auf Hochtouren

Senftenberg/Elsterheide. Am 2. September 2016 ist es soweit – dann wird das neu gebaute Gewässerbehandlungsschiff der LMBV in den Dienst gestellt.

Zur damit verbundenen Namensweihe hat auch Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig sein Kommen angekündigt.

Derzeit laufen im Umfeld der Einsatz- und Beladstelle am Partwitzer See die letzten Sanierungsarbeiten.

Der neue rund 27 Meter lange Schiffsverband besteht aus einem 13 Meter langen Schubschiff und zwei je 14 Meter langen, jedoch antriebslosen Schubleichtern. Im Einsatz ist stets das Schubschiff inklusive eines Leichters. Währenddessen der zweiteilige Schubverband das Konditionierungsmittel auf dem See austrägt, kann gleichzeitig die Beladung des zweiten Leichters erfolgen. Lange Standzeiten durch den Beladevorgang verschwinden. Die Schubleichter werden mit bis zu 25 t Branntkalk oder Kalksteinmehl beladen. Sie sind mit einem patentierten Düsensystem ausgestattet, dass das Konditionierungsmittel nicht nur in das Wasser abgibt sondern zusätzlich verwirbelt. Multiparametersonden eruieren die Wasserwerte in der Tiefe, sodass gegebenenfalls die Eintragsmengen angepasst werden können. Mit dem neuartigen Gewässerbehandlungsschiff ist somit ein effizienteres Arbeiten als mit vorhergehenden Sanierungsschiffen in der Lausitz möglich.

Zur zielgerichteten Entwicklung der Wasserbeschaffenheit in den Bergbaufolgeseen liegen Wasserbehandlungskonzepte der LMBV vor, die regelmäßig fortgeschrieben werden. Neben der Flutung der Restlöcher mit Fremdwasser werden auch alkalische Substanzen zur Konditionierung von bergbaulich beeinflusstem Wasser eingesetzt. Dies geschieht schon seit langem mittels stationärer Wasserbehandlungsanlagen, in denen Wasserströme neutralisiert werden. Seit 2002 sind auch Konditionierungsanlagen in Form von kleinen Sanierungsschiffen in der Lausitz im Einsatz. Insgesamt trägt die LMBV für 36 größere Bergbaufolgeseen in der Lausitz die Verantwortung. Diese haben zusammen etwa eine Größe von 14.770 Hektar. 19 dieser Lausitzer Bergbaufolgegewässer sind schon im neutralen Bereich angekommen, bei 17 ist noch ein saurer bzw. leicht saurer Zustand zu verzeichnen (Flutungsstand 06/2016).

 

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