LMBV: Vorbereitungen zum Rückbau von industriell genutzten Klärbecken in Braunsbedra

Schilfbewuchs, Schlamm und Siedlungsabfälle werden entfernt

Leipzig/Braunsbedra. Über Jahrzehnte wurde in der ehemaligen Brikettfabrik Braunsbedra das Industriewasser von den Entstaubungsanlagen geklärt und in den Tagebau Mücheln geleitet. Nunmehr soll der Rückbau und die Verfüllung dieser industriell genutzten Klärbecken der einstigen Veredelungsanlage erfolgen. Dazu startete am 3. Februar 2015 die Baufeldfreimachung, danach wurde im Umfeld der Bewuchs um die Klärbecken und das Schilf in den Klärbecken beseitigt. Der Schlamm in den Klärbecken wurde getrocknet und fachgerecht entsorgt. Abschließend wurden die Beckensohlen perforiert, um nach der Verfüllung der Klärbecken die Entstehung von Staunässe über der alten Bauwerkssohle zu verhindern. Nach Beendigung der Vorbereitungen im Mai 2015 schließt sich bis voraussichtlich Dezember 2015 die Verfüllung der Klärbecken an. Dann werden der oberste Beckenrand abgebrochen und die Becken mit ca. 12.000 m³ Kippenmaterial verfüllt. Nach Herstellung der Endkontur erfolgt die Aufforstung der Fläche.

Es handelt sich um insgesamt fünf Klärbecken. Sie haben eine Gesamtgrundfläche von ca. 4.600 Quadratmetern und eine Tiefe von ca. 2 Metern. Beseitigt wurden in den Becken ca. 2.300 Quadratmeter Schilf, 860 Quadratmeter Gras und 168 kleinere Bäume sowie Büsche. Außerhalb der Becken wurde eine Fläche von ca. 6.800 Quadratmetern von Bewuchs befreit. Insgesamt mussten ca. 1.900 Tonnen Schlamm aus den Becken entsorgt werden. Zusätzlich wurde ca. 1 Tonne im Gras und Schilf verborgener Siedlungsabfall gesammelt und fachgerecht entsorgt. Die Ausführung der Vorbereitungsarbeiten erfolgt durch die Firma LAKUWA Landeskultur und Wasserwirtschaft GmbH/Dahlen und wird finanziert durch den § 2 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung. Die Kosten belaufen sich auf rund 161.000 Euro, die Gesamtkosten der Maßnahme Klärbeckenverfüllung auf 427.000 Euro.

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