LMBV: Vorübergehender Wasserrückgang im Restloch Kortitzmühle

In Abhängigkeit von Niederschlagsereignissen wird sich die Pegelsituation im künftigen Kortitzmühler See wieder entschärfen

Senftenberg/Laubusch. Seit der durch die LMBV veranlassten Sanierung der Nordböschung des Restloches  Kortitzmühle im Jahr 2014 ist eine Stützung des vorherigen Wasserstandes von 106,50 m NHN im Gewässer nicht mehr erforderlich gewesen. Zunächst war in 2014 für Ufersanierungsarbeiten der Wasserstand temporär abgesenkt worden. 

Durch die diesjährige lange Trockenperiode sinken auch die umgebenden Grundwasserstände ab. Dies ist 2015 auch im Kortitzmühler See sichtbar geworden. Der Wasserstand im Kortitzmühler See korrespondiert grundsätzlich mit dem umgebenden Grundwasserstand. Der natürliche Schwankungsbereich sollte sich in Korrespondenz mit dem Grundwasser bei einem Wasserstand von 103,80 bis 104,00 m NHN einpegeln. 

In lang anhaltenden Trockenwetterphasen kann auch eine höhere Verdunstung zum Absinken des Wasserstandes führen. Der aktuelle Wasserstand hat sich bei 103,65 m NHN eingepegelt. In Abhängigkeit von Niederschlagsereignissen werden sich die Pegelsituation wieder entschärfen und die vorgenannten Wasserlamellen wieder einstellen, so die Einschätzung der verantwortlichen LMBV-Hydrologen. 

Langfristig ist geplant, nach Abschluss der Sanierung im Lugteichgebiet das Wasser aus den Horizontalfilterbrunnen Hoyerswerda in das Vorflutsystem Lugteich-Kortitzmühle-Laubusch einzuleiten und dann durch Flutung einen Endwasserstand von 107,50 bis 108,20 m NHN im Restloch Kortitzmühle zu erreichen.

 Aus- und Rückblick:

  • Der Füllungsgrad beträgt derzeit bei 33 Prozent und war im trockenen Sommer 2015 rückläufig.
  • Der Zielwasserstand liegt bei 107,50 bis 108,20 m NHN. Der Seewasserstand hatte sich von 104,34 m NHN im Dezember 2014 auf 103,9 m NHN im März 2015 zurück entwickelt. Das geplante Seevolumen liegt bei 1,2 bis 1,40 Mio. m³. Die geplante Wasserfläche wird sich auf 25,00 bis 28,00 von gegenwärtig rund 15,50 Hektar wieder vergrößern.
  • Der künftige Kortitzmühler See hat ein Einlaufbauwerk in Form eines offenen Grabens vom Lugteich. Dessen Endfertigstellung war in 2015 vorgesehen und hat eine Kapazität: 2,20 m³/s. Die temporäre Rohrleitung mit einem Grabenabschnitt vom Restloch Bluno mit einer Kapazität von 0,25 m³/s war im Juli 2003 in Betrieb gegangen und mit der Außerbetriebnahme der Pumpstation seit März 2014 nicht mehr in Nutzung.
  • Das Auslaufbauwerk ist ein offener Graben zum Laubuscher See, der im November 2007 fertig gestellt wurde. Er hat eine Kapazität von bis zu 2,20 m³/s.

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