LMBV: Endgültige Entscheidung zur Wasserkugel Deutzen steht noch aus

Bergbausanierer legt Nichtzulassungsbeschwerde beim Oberverwaltungsgericht Bautzen ein

Leipzig/ Deutzen. Nachdem das Oberverwaltungsgericht Bautzen (OVG) im Mai dieses Jahres entschieden hatte, dass ein Abriss der Deutzener Wasserkugel durch die LMBV nicht rechtens sei, hat der Bergbausanierer eine Nichtzulassungsbeschwerde beim OVG eingelegt.

Als bergrechtlich verantwortliches Unternehmen ist die LMBV für das Erfüllen der Abschlussbetriebspläne verantwortlich. Im Rahmen dieser müssen nicht mehr genutzte Anlagen zurückgebaut werden. Dies trifft auch auf die Wasserkugel Deutzen zu. Aus Sicht der LMBV wären andere Lösungen möglich, doch müssten diese durch Dritte finanziert werden.

Der 2011 beantragte Abriss des Denkmals durch die LMBV war aus Gründen des Denkmalschutzes nicht genehmigt worden.

Die Deutzener Wasserkugel wurde einst als einer der letzten Wasserhochbehälter in Stahlskelettbauweise von der Dortmunder Firma August Klönne gefertigt, die dieser Konstruktion auch den Beinamen „Klönne-Behälter" gab. Die Firma Klönne hatte schon 1903 bis1904 ebenfalls den noch heute bekannten Groitzscher Wasserturm errichtet. Die Spezialistin für Wasserhochbehälter baute 1908 auch das Fördergerüst des Petersenschachtes des Kaliwerks Glückauf in Sondershausen auf. 1925 wurde die über 58 Meter hohe Wasserkugel zunächst in Gräfenhainichen aufgestellt und dann 1938 nach Deutzen umgesetzt, wo sie in den Betrieb der Brikettfabrik „Kraft II“  integriert wurde. Das Fassungsvermögen der Kugel soll 200 Kubikmeter betragen haben.

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