LMBV: Wasserwirtschaftlicher Jahresbericht der LMBV für 2016 erarbeitet

Wasserdefizit im Jahr 2016 um 0,1 Mrd. Kubikmeter auf ca. 2,2 Mrd. Kubikmeter reduziert

Senftenberg/Leipzig. Senftenberg/Leipzig. Unter Federführung der Flutungszentrale bei der LMBV ist kürzlich im Bereich Technik der Wasserwirtschaftliche Jahresbericht für das Jahr 2016 erarbeitet worden. Durch Wiederauffüllen der Grundwasserleiter und durch Fremdflutung konnte das Defizit LMBV-Wirkungsbereich im Jahr 2016 auf etwa zwei Mrd. Kubikmeter reduziert werden.

Für die Wiederherstellung eines ausgeglichenen, sich weitestgehend selbst regulierenden Wasserhaushaltes ist es notwendig, in Mitteldeutschland und in der Lausitz die Grundwasserleiter und die Tagebauseen im Verantwortungsbereich der LMBV mit insgesamt bis zu 12,7 Mrd. Kubikmeter Wasser wieder aufzufüllen und die entstandenen Seen an die Vorflut anzuschließen. Durch Wiederauffüllung der Grundwasserleiter und durch Fremdflutung konnten bisher 10,5 Mrd. Kubikmeter Wasser zugeführt und das Defizit im Jahr 2016 um 0,1 Mrd. Kubikmeter auf ca. 2,2 Mrd. Kubikmeter reduziert werden.

Das verbleibende Wasserdefizit setzt sich zusammen aus: 0,6 Mrd. Kubikmeter noch zu füllender Hohlformen (Bergbaufolgeseen) und 1,6 Mrd. Kubikmeter aufzufüllender Grundwasserleiter. Nach abgeschlossener Grundsanierung an den Tagebaurestlöchern konnten bisher von den 51 größeren Tagebaurestseen bei 32 der Endwasserstand erreicht werden. Voraussetzung für den Beginn der Flutung waren umfangreiche berg- und wasserrechtliche Genehmigungen. Um die Flutung der übrigen Seen zu einem Abschluss zu bringen, sind noch komplizierte hydrogeologische Probleme zu bewältigen.

In der Lausitz konnte das ursprüngliche Lausitzer Gesamtwasserdefizit von 7,0 Mrd. Kubikmeter bis zum Jahr 2016 um 6,0 Mrd. Kubikmeter auf 1,0 Mrd. Kubikmeter reduziert werden. Dabei überwiegt die Wiederauffüllung der Grundwasserleiter gegenüber der Auffüllung der Bergbaufolgeseen. Das Ausgangsdefizit von 5,7 Mrd. Kubikmeter wurde in Mitteldeutschland bis zum Jahr 2016 um 4,5 Mrd. Kubikmeter auf 1,2 Mrd. Kubikmeter verringert. Auf Grund der geologischen Situation vollzieht sich hier die Flutung der Restlöcher schneller als die Wiederauffüllung der Grundwasserleiter.

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