LMBV: Weiterentwickeltes Behandlungsschiff der MOVAB-D auf dem Bernsteinsee im Einsatz

BRAHE 3 u.a. mit modernster GPS-Technik ausgestattet

Lauta/Burghammer. Am 13. März 2017 begann im Auftrag der LMBV die 45. Nachsorgebehandlung des Restloches Burghammer, dem sogenannten Bernsteinsee, mit dem neu in Dienst gestellten Seewasserbehandlungsschiff BRAHE 3 der Firma MOVAB-D GmbH aus dem Technologiepark Lauta, wie Projektkoordinator Dr.-Ing. Günter Scholz informierte.

Damit stehe der Bergbausanierung neueste Technik und Know-how der Fachfirma für zukünftige Aufgaben in der Gewässerbehandlung zusätzlich bereit. In einer für den 14.03.2017 geplanten Bauberatung werden den Fachspezialisten der LMBV konkrete Informationen für eine mögliche Nutzung des aktuellen und international anerkannte Standes der Technik übermittelt. Im beigestellten Bild 66 sind Kalibrierarbeiten für die genutzte GPS-Technik durch die Firma GEOPLAN dokumentiert.

Laut Anbieter wurden Verbesserungen der schwedischen Schiffstechnik erzielt. BRAHE 3 nutzt z. B. windinduzierte Strömungen an der Gewässeroberfläche für den auf die Seeoberfläche aufgebrachte Alkalinität und somit die erneuerbare Energie des Windes für die Kostenminimierung derartiger Projekte, so Dr. Scholz. Ein besonderer Vorteil der MOVAB-Schiffstechnik bestehe in der äußerst hohen Mobilität und Flexibilität der technischen Einrichtungen. Die angewandte Trailertechnik erlaube es praktisch, an beinahe jeder beliebigen Stelle eines Gewässers die Schiffe einzuschleusen und zu beladen. Äußerst wichtig für eine hohe Wirtschaftlichkeit erscheint den Fachleuten von MOVAB-D die richtige Stoffauswahl für das einzusetzende Kalkprodukt zur Neutralisation, d. h. die Anhebung des pH-Wertes in jedem Gewässer.

Hierzu nutzten die Fachspezialisten der MOVAB-D ein speziell ausgerüstetes Technikum an der TU Bergakademie Freiberg, wo mit Original-Seewasser stets zunächst der richtige Stoff bzw. Stoffmix für das zu behandelnde Gewässer gesondert ausgetestet wird. Zur Qualitätskontrolle setze bei jedem Projekt die MOVAB hochempfindliche sowie genaue und zuverlässige Messtechnik ein. Mit einer sogenannten Multiparametersonde sei der jeweils beauftragte Fachspezialist in der Lage, nicht nur den pH-Wert in jeder Stelle des Sees und in jeder Tiefenlage zu bestimmen, sondern auch fünf weitere wichtige Parameter zu erheben, die für die ständige Weiterentwicklung des Verfahrens genutzt werden könnten.

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