LMBV: Westufer des Kleinen Woobergsees wird Schritt für Schritt durch RDV gesichert

Westufer des Restloches 76 bei Grünewalde wird auf mehr als 600 Meter verdichtet

Senftenberg/Lauchhammer. Seit Anfang Dezember 2015 ist am Ufer des Restloches 76 bei Grünewalde ein blauer Raupenkran von der Firma  Felbermayr im Dienste der ARGE RL 76 - bestehend aus den Sanierungsfirmen BUG und RMW - im Verdichtungseinsatz.

„Verflüssigungsgefährdete Lockergesteine müssen dort mithilfe der Rütteldruckverdichtung verfestigt werden“, informierte der LMBV-Projektmanager Frank Sauer. Ziel der Sanierungsmaßnahme der LMBV nördlich von Lauchhammer ist das Herstellen eines sicheren Stützkörpers in der Kippe des Restloches über rund 625 Meter. Auf einer Breite von bis zu 49 Metern ist die Rüttellanze bis zu 15 Meter tief abzuteufen, der Kippenboden zu rütteln und zu verdichten, um ein bergtechnisch sicheres Westufer der künftigen Kleinen Woobergsees herzustellen.

Vor der eigentlichen Verdichtungsarbeit musste zunächst Baufreiheit geschaffen und rund fünf Hektar Aufwuchs geholzt werden. Auch eine vorbeiführende Trinkwasserleitung mussten ufer-fern verlegt werden. „Um den eigentlichen Stützkörper zu erreichen, war eine Vorfeldverdichtung auf mehr als 500 Meter in einer Breite von bis zu 30 Metern erforderlich“, berichtete der zuständige LMBV-Verantwortliche Frank Sauer.

Die Verdichtungsarbeiten erfolgen in drei Bauabschnitten. In den ersten beiden Abschnitten wurde der Stützkörper hergestellt. Im dritten Abschnitt erfolgt nun die Verdichtung des Uferbereichs. Der dabei erzeugte Stützkörper bis zum Liegenden soll die gekippte Böschung künftig sichern. Als abschließende Arbeit wird entlang der neu verlegten Trinkwasserleitung ein Wirtschaftsweg errichtet. Die Sanierungsmaßnahme ist bis Ende Mai 2017 konzipiert. Im Anschluss daran erfolgt die Rekultivierung der beanspruchten Flächen.

Das Restloch 76 ist mit einem pH-Wert von 2,7 charakteristisch für die kleineren Lausitzer Tagebaugewässer im Raum Lauchhammer. Der Restsee 76, der nach einem alten Flurnamen künftig „Kleiner Woobergsee“ heißen wird, liegt etwas versteckt nordwestlich von Lauchhammer bzw. westlich von Grünewalde und entstand aus dem Tagebau Grünewalde, in dem von 1954 bis1962 Braunkohle gefördert wurde.

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