LMBV: Wiederinbetriebnahme der Konditionierungsanlage in der Spree erfolgt

Keine optische Veränderung der Situation am Ablauf der Vorsperre zu erwarten

Senftenberg/Spremberg. "Die LMBV hat die Konditionierungsanlage im Zulauf der Spree zur Talsperre Spremberg wieder in Betrieb genommen, um den Rückhalt von partikulärem Eisen in der Vorsperre Bühlow zu verbessern," informierte der Leiter der zuständigen LMBV-Projektgruppe, Sven Radigk.

Die Effizienz der Anlage, bestehend aus zwei Teilanlagen (TA 1 – Bekalkungsstation in Spremberg-Wilhelmsthal und TA 2 – Flockungshilfsmitteldosierstation am Zulauf der Vorsperre Bühlow) wurde bereits in den gutachterlichen Jahresberichten 2014 und 2015 zur Auswertung des Regelbetriebes nachgewiesen. Aufgrund sommerlich günstiger Rahmenbedingungen in der Spree (z.B. geringe Durchflussmengen von 8 -10 m³/s , niedrige Eisenkonzentrationen < 4 mg/l, hohe Wassertemperaturen > 15°C und stabile pH-Werte > 7) wird das natürliche Rückhaltevermögen in der Vorsperre Bühlow durch den Einsatz von Konditionierungsmitteln (d.h. Kalkprodukte und Flockungshilfsmittel) nur geringfügig erhöht.

Aufgrund dieser objektiven Randbedingungen und insbesondere im Hinblick auf die Verhältnismäßigkeit der zum Einsatz gebrachten Konditionierungsmittel hatte sich die LMBV Anfang Juni 2016 nach behördlicher Abstimmung zur Außerbetriebnahme der Anlage veranlasst gesehen. Zwischenzeitlich sind die Eisenkonzentrationen im Ablauf der Vorsperre leicht angestiegen, sodass die Konditionierungsanlagen vorsorglich wieder angefahren wurden und seit dem 15.07.2016 der Regelbetrieb der Wasserbehandlung erfolgt.

Die LMBV weist daraufhin, dass durch die Wiederinbetriebnahme der Anlagen keine optische Veränderung der Situation am Ablauf der Vorsperre, jedoch insbesondere im Bereich der Bühlower Brücke zu erwarten ist. Die Sichtbarkeitsschwelle bleibt hier mit einer jahresdurchschnittlichen Eisengesamtkonzentration von 2,5 mg/l dauerhaft überschritten.

LMBV-Bekalkungsanlage an der Spree bei Wilhlemsthal

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