LMBV: Zum Stand der Sanierungsarbeiten am Concordiasee und der Bergung des Rüttelgeräts

Leipzig/Nachterstedt. Die Arbeiten zur Erstsicherung des von der Böschungsbewegung vom 28.06.2016 betroffenen Böschungsbereiches gehen planmäßig voran. Im zwischenzeitlich vorliegenden Ursachenbericht wird die Böschungsbewegung als Setzungsfließen, welches durch den Verdichtungsvorgang selbst ausgelöst wurde, benannt. Alle Sicherheitsvorkehrungen wurden eingehalten, eine Gefahr über den Tagebaurand hinaus hat zu keiner Zeit bestanden. Auf der Ostböschung unterhalb der Halde und im Hauptrutschungskessel wurden die Sanierungsarbeiten wieder freigegeben und laufen seit Ende September 2016 wieder planmäßig.

Die Bergung des bei der Rutschung havarierten Seilbaggers mit Rüttellanze wird über eine derzeitig im Bau befindliche Rampe erfolgen. Zu ihrer Herstellung ist auch eine ferngesteuerte Raupe im Einsatz. Zurzeit geht die LMBV davon aus, dass die Rampe Ende Oktober 2016 fertiggestellt werden kann und in der 1. Novemberhälfte die Transportfähigkeit des havarierten Rüttlers hergestellt ist. Unter anderem wird dieser mit einer Fernsteuerung versehen, damit während des Transportes kein Personal gefährdet wird.

Parallel zu den beschriebenen Arbeiten erfolgt in Vorbereitung der Sanierungsmaßnahmen die geotechnische Erkundung des neu entstandenen Rutschungskessels. Anfang des Jahres 2017 wird ein Sanierungskonzept erstellt sein, in dem die notwendigen Arbeiten mit dem zeitlichen Ablauf benannt werden. Erst mit diesem Wissen ist es möglich, genaue Aussagen zum Zeitpunkt einer öffentlichen Nutzung des nördlichen Teils des Concordiasees, welche bislang mit dem Frühjahr 2017 benannt war, abzugeben. Anfang nächsten Jahres wird die LMBV über die Ergebnisse des Sanierungskonzeptes informieren.

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