LMBV: Zwei neue Ferngasleitungen für die Lausitz von ONTRAS in Betrieb genommen

Mitfinanzierung des Großprojekts aus Bergbausanierungs-Topf erfolgt

Senftenberg/Burg. Nach elf Monaten Bauzeit hat der Ferngasnetz-Betreiber Ontras Gastransport GmbH seine beiden neuen Ersatz-Ferngasleitungen an der sächsisch-brandenburgischen Grenze bei bestem Sommerwetter am 16.09.2016 offiziell in Betrieb genommen.

„Wir sichern damit langfristig die Versorgung der gesamten Region sowie angrenzender Regionen Polens mit Gas, Erdgas plus Biogas“, erklärte Geschäftsführer Uwe Ringel am Freitag an der 97 in der Nähe von Burg im Landkreis Bautzen. Gemeinsam mit Geschäftsführer Uwe Ringel gaben der SMWA-Vertreter Felix Schäfer und die Bürgermeister Dietmar Koark, Elsterheide, sowie Manfred Heine, Spreetal, die Leitungen offiziell frei.

Der Bau der rund 35 Kilometer langen Leitungen zwischen Senftenberg, Hoyerswerda und Spremberg soll bereits vorhandene Pipelines ersetzen, die durch vom SächsOBA mittlerweile gesperrte Kippenflächen früherer Braunkohletagebaue verlaufen. Seither seien aus Sicherheitsgründen vor allem Wartungsarbeiten nicht mehr möglich gewesen, so ONTRAS-Geschäftsführer Ringel. Zudem hätten mögliche Schäden infolge des Wiederanstiegs des Grundwassers in den Kippen infolge eingestellten Bergbaus in der Region nicht ausgeschlossen werden können.

Insgesamt wurden nach ONTRAS-Angaben mehr als 3.000 Stahlrohre verbaut und mit über 6.600 Schweißnähten verbunden. Rund 215 Spezialisten waren für den Bau der neuen Leitungen im Einsatz, Mitte August wurden die Arbeiten abgeschlossen und beide Leitungen in das Versorgungsnetz eingebunden. Bis Ende Oktober 2016 sollen auch die restlichen Oberflächenarbeiten beendet sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 50 Millionen Euro, an denen sich die LMBV im Auftrag von Bund und Freistaat mit über 20 Mio. Euro beteiligt hat.

Fotos: LMBV / Dr. Uwe Steinhuber

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