Prof. Dr.-Ing. Mahmut Kuyumcu anlässlich der Eröffnung der Hafenbaustelle in Großräschen

Grußwort des LMBV-Chefs in Großräschen

Großräschen. Anlässlich der Eröffnung der Hafenbaustelle in Großräschen am 11. Dezember 2013 führte der Vorsitzende der Geschäftsführung der LMBV, Prof. Dr.-Ing. Mahmut Kuyumcu im Beisein von Brandenburgs Infrastrukturminister Vogelsänger Folgendes aus: „Ohne Herkunft keine Zukunft – dieses Zitat von M. Platzeck wird auch am Großräschener See deutlich.“ Kaum eine andere Stadt in der Niederlausitz habe sich in den letzten zwei Jahrzehnten so stark verändert wie die Stadt Großräschen. Viele Visionen und Ideen, die Flächen zwischen der Stadt und dem Tagebausee wiederzubeleben, wurden hier in den vergangenen Jahren mit hohem Engagement umgesetzt. Und die Ergebnisse sind bereits heute für Menschen aus nah und fern sehr attraktiv.

Insbesondere am Nordufer des Großräschener Sees zeigt sich heute der erfolgreiche Veränderungsprozesses der Stadt Großräschen in vier Säulen. Von der 270 Meter langen Promenade und den Pavillons der IBA-Terrassen hat man einen grandiosen Ausblick auf den entstehenden See. Von der westlich davon gelegen Viktoriahöhe kann man weit in das ehemalige Braunkohlerevier schauen. Am Horizont, dort wo der ehemalige Tagebau Meuro seinen Anfang nahm, ist noch der Schaufelradbagger zu sehen, der seinerzeit den zukünftigen Stadthafen vorgeformt hat. Wegen seiner Farbe haben ihn die Bergleute augenzwinkernd gern „Blaues Wunder“ genannt – nun ist er eine Landmarke zur Bergbaugeschichte der Region.

Und am Fuß der IBA-Terrassen hat dank der Initiative von Bürgermeister Zenker der Abwurfausleger des letzten Absetzers im Tagebau Meuro eine neue Nutzung gefunden. Als Seebrücke ragt er in den entstehenden See hinein. Neben den touristisch anziehenden Einrichtungen entwickelt sich die Wohnanlage „Alma“ zu einer attraktiven Wohngegend und bietet Bauwilligen einen exklusiven Platz am zukünftigen Großräschener See.

Mit der Eröffnung der Hafenbaustelle wird der Erfolgsgeschichte Großräschens ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Der Stadthafen wird sich über eine Fläche von etwa 10.000 m² erstrecken. Bis Sommer 2014 wird die Böschungssicherung voraussichtlich abgeschlossen. Zudem werden für die Hafenwand auf etwa 600 Metern Länge viele Spundwände 10 bis 12 Meter tief in die Erde gerammt und damit rund 700 Tonnen Stahl eingebaut. Mit dem Hafen entstehe das nordwestliche Tor zum Lausitzer Seenland, der größten künstlich geschaffenen Wasserlandschaft Europas. Wenn der Überleiter 11 als Ilse-Kanal im Jahr 2015 fertig wird ist das Lausitzer Seenland seiner Vision einen großen Schritt näher gekommen, 10 Seen mit schiffbaren Verbindungen zu 7.000 Hektar Wasserflächen für den Tourismus zu erschließen. Das ist eine einzigartige und nachhaltig positive Infrastrukturmaßnahme für die Lausitz. „Als Bergmann freuen ich mich über den heute erreichten Meilenstein.“ Im Namen der LMBV dankte Kuyumcu den Finanziers für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschte allen Projektbeteiligten ein gutes Gelingen und Glückauf.

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