Region: Jährliches Treffen des Dachvereins "Mitteldeutsche Straße der Braunkohle"

Fachtagung des Dachvereins in der denkmalgeschützten Brikettfabrik Herrmannschacht

Zeitz. Jährlich führt der Dachverein eine wissenschaftliche Fachtagung in Verbindung mit einer Mitgliederversammlung an einem der Standorte der mitteldeutschen Straße der Braunkohle durch. Nachdem letztes Jahr das 20-jährige Vereinsjubiläum im Kulturbahnhof Meuselwitz gefeiert wurde, wurden Mitglieder und Gäste am 5. Oktober 2017 im Revierhaus der Zeitzer Brikettfabrik Herrmannschacht durch den Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. Andreas Berkner begrüßt.

Im Anschluss an die Klärung der Vereinsangelegenheiten folgten die Fachvorträge „Zwischen RECARBO und Wandelgängen – aktuelle Projekte im Zeitz-Weißenfelser Revier“ und „Der Floßgraben – Handlungsbedarf und Perspektiven für ein technisches Denkmal“. Am Ende gab es einen geführten Rundgang durch die Brikettfabrik Herrmannschacht, bei der u. a. Andreas Ohse zahlreiche Informationen lieferte. Die Fabrik produzierte zwischen 1889 und 1959 und stellte vor allem Rekord-Briketts her. Sie steht seit 1961 unter Denkmalschutz, 2009 wurde sie in die Europäische Route der Industriekultur aufgenommen.

Der gemeinnützig tätige Dachverein „Mitteldeutsche Straße der Braunkohle“ wurde 1996 in Halle (Saale) gegründet. Durch seine Initiative wurden 70 Sachzeugen im Raum Bitterfeld-Gräfenhainichen, Delitzsch, Leipzig-Borna, Altenburg-Meuselwitz, Zeitz-Weißenfels, Geiseltal und Halle durch Hauptrouten, Regionalrouten und Abstecher erschlossen, diverse Informationsangebote erarbeitet und die Verbindung zu den einzelnen Tourismusverbänden ausgebaut.

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft unterstützt den Verein seit Beginn an im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

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