Region: Einlaufbauwerk am Nordrand des ehem. Tagebaus Cottbus-Nord nimmt Form an

LEAG baut Zuleiter für Spreewasser zum Fluten des Cottbuser Ostsees

Cottbus. Damit es ab Herbst 2018 der ehemalige Tagebau Cottbus-Nord geflutet werden kann und bis zu 5.000 Liter Wasser pro Sekunde fließen können, muss zuvor ein komplexes Bauwerk zum Einleiten des Spreewassers in den künftigen Cottbuser Ostsee errichtet werden. Seit Juni sind die Arbeiten i. A. der LEAG dafür oberhalb des Wehrs Lakoma in vollem Gange.

Mehrere Bestandteile sind für das Bauwerk nötig, um das Wasser vom Hammergraben bis auf den Grund des Sees fließen zu lassen: Mit dem Abschlagbauwerk am Hammergraben soll der Zulauf und somit die Menge des Spreewassers in den See gesteuert werden. Durch eine 145 Meter lange unterirdische Rohrleitung fließt das Wasser weiter bis zum Einlaufgerinne, das auf der ehemaligen Tagebauböschung mit einer Neigung von bis zu 49 Prozent errichtet wird. Das sogenannte dauerhafte Einlaufbauwerk befindet sich im Bereich der künftigen Flachwasserzone. Über das temporäre Einlaufbauwerk wird das Wasser bis auf den Grund des 45 Meter tiefen Nordrands des ehemaligen Tagebaus geleitet. Im unteren Abschnitt des Gerinnes dienen zwei Tosbecken der Verringerung der Geschwindigkeit und beruhigen das Wasser. Schließlich wird das Wasser über Verteilgräben an zwei Einleitungsstellen am Seegrund geleitet.

Derzeit werden die geotextilen Schalungselemente für das Einlaufgerinne mit Beton gefüllt. Sie bestehen aus einem Doppelgewebe, in dessen Zwischenräume der Beton hineinkommt. „Dadurch entsteht ein passgenaues Betondeckwerk für geneigte und unregelmäßige Oberflächen ohne aufwändige Schalungsarbeiten“, erklärt LEAG-Bauleiterin Ursula Klaus. Nach der Fertigstellung wird das Einlaufbauwerk als begehbare und barrierefreie Plattform nutzbar sein und somit als Aussichtspunkt in den entstehenden Cottbuser Ostsee. Quelle: PM der LEAG v. 31.082017 / LEAG-Pressefotos v. 22.08.2017

 

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