Region: F60 im LEAG-Tagebau Nochten mit neuen Bauteilen wieder in Betrieb

550 Tonnen neuer Stahl verlängern Lebenszeit der LEAG-Förderbrücke

Cottbus/Nochten. Nach 13 Wochen Stillstand hat die Förderbrücke F60 im LEAG-Tagebau Nochten am 21.10.2016 mit ihren neuen Bauteilen Große Schwinge und Rollentisch wieder ihren Betrieb zur Gewinnung und Verkippung des Abraums über der Kohle auf.

Damit konnte das LEAG-Megaprojekt, bei dem 550 Tonnen neuer Stahl eingebaut und knapp 500 Tonnen Stahl für Hilfskonstruktionen zum Anheben der Brücke verwendet wurden, planmäßig abgeschlossen werden. Der Wechsel der beiden tragenden Bauteile war notwendig geworden, da sich das Eigengewicht der Förderbrücke durch Umbauten in der Vergangenheit stark verändert hatte. Zudem hatten die beiden hochbelasteten Bauteile die Altersgrenze nach über 40 Betriebsjahren erreicht.

Während der Montage, welche rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche erfolgte, verrichteten über 22 überwiegend regionale Firmen rund 50.000 Arbeitsstunden. Tagebauleiter Lutz Mickel zeigte sich erleichtert über die erfolgreich abgeschlossene Baumaßnahme: „Es ist alles nach unseren Vorstellungen abgelaufen. Wir sind im Zeitplan geblieben und kamen dank einer vorbildlichen Planung unfallfrei und ohne größere Vorkommnisse durch dieses Projekt. Dafür danke ich allen Beteiligten.“ Vor Beginn der Maßnahme hatte die Abraumförderbrücke einen Kohlenvorrat von zwei Millionen Tonnen freigelegt, damit das Kraftwerk Boxberg auch während der Stillstandzeit der Förderbrücke planmäßig versorgt werden konnte.  

„Mit den beiden neuen Bauteilen verlängert sich die Lebenszeit der Förderbrücke für weitere Jahrzehnte“, so Lutz Mickel. Die 13.000 Tonnen schwere Förderbrücke war im Jahr 1974 von der Firma TAKRAF in Lauchhammer errichtet worden. Die Firma TAKRAF war nun bei der Planung, die bereits im Jahr 2008 begann, und Durchführung des Projektes wieder maßgeblich involviert. Der Förderbetrieb der F60 im Tagebau Nochten ruhte seit dem 22. Juli 2016. Die beiden neu angefertigten Bauteile waren vor Beginn des Austauschs auf einem zwei Kilometer entfernten Montageplatz platziert, von wo aus sie mit Transportmodulen zur Förderbrücke transportiert worden sind.

Weitere Information finden Sie auf www.leag.de oder www.twitter.com/leag_de Quelle: LEAG-Medieninfo v.24.10.2016

Zurück