Region: Landrat Graichen informierte über neues Buskonzept für Leipziger Neuseenland

Bergbaufolgeseen über geänderte Buslinien der Firma Regionalbus Leipzig nun besser zu erreichen

Leipzig. „Kurz vor Ostern fällt der Startschuss für einen neuen Saison- und Linienverkehr im südlichen Leipziger Neuseenland“, informierte kürzlich Landrat Henry Graichen bei seinem jüngsten Überlandgespräch im Ferienresort Lagovida am Störmthaler See.

Im Sonnenlicht schimmernde Seen, attraktive Wassersportangebote und belebte Uferpromenaden im Leipziger Neuseenland hatten bisher nach Meinung von LVZ-Reporterin Simone Prenzel noch ein gravierendes Manko: „Viele der Seen waren nur mit dem Auto erreichbar.“ Das soll sich nun mit Beginn der neuen Ausflugssaison ändern. Der Störmthaler See, der zuletzt eine rasante Entwicklung genommen hat, soll ähnlich wie der Zwenkauer See, der Markkleeberger See, der Hainer See und der Cospudener See noch vor Ostern besser erschlossen werden.

„Viele der Attraktionen, die an den Seen entstanden sind, waren bisher nur für Autofahrer erreichbar“, verdeutliche Graichen gegenüber der Leipziger Volkszeitung. „Nunmehr sind die Ausflugsgebiete auch ohne eigenen Pkw anzusteuern.“ Dafür starten ab 24. März 2018 drei Saison-Linien der Firma Regionalbus Leipzig, die an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien auch zunehmend Ausflügler locken sollen.

Rund um die ehemaligen Bergbaufolgeseen sind zahlreiche Attraktionen entstanden - ohne dass der ÖPNV dafür organisiert war. „ Die fehlende ÖPNV-Anbindung war für uns immer ein großes Problem“, wird Rüdiger Pusch, Leipziger Krystallpalast-Chef, Betreiber der schwimmenden Kirche „Vineta“ und weiterer Angebote auf der Magdeborner Halbinsel, zitiert. „Jetzt können uns auch viele Leipziger, Muldentaler oder Besucher aus dem Chemnitzer Raum besser erreichen“, hofft der Sprecher der AG Seen. „Zwar kommt ein Drittel unserer Kundschaft mit dem Rad“, berichtete Pusch. „Aber viele hätten sicher nichts dagegen, den Rückweg auch einmal mit dem Bus anzutreten“, heißt es in der Leipziger Volkszeitung.

Auch der gesamte Rundkurs um den Störmthaler See sei vielen Besuchern zu anstrengend, weshalb das neue Angebot unzählige neue Möglichkeiten eröffne. Auch Sanda Locher, Lagovida-Chefin, erhofft sich mehr Besucher. Bislang rollt die Linie 106, besser bekannt als „Markkleeberger“, schon bis vor die Tür des Ferienresorts. Ab 24. März führt die Linie nunmehr, von Markkleeberg kommend, am Störmthaler See entlang weiter über Espenhain und Rötha bis zum S-Bahnhof Böhlen. Damit verbindet die 106 gleich vier Seen – und ist wie die anderen Angebote auch auf die S-Bahn und sogar die Abfahrt der Fahrgastschiffe abgestimmt. Zudem wurden 20 000 Flyer gedruckt, die gratis verteilt werden und in örtlichen Tourismus-Informationen ausliegen. Auch in Leipzig wird massiv für die Sommerfrische am See geworben.

Weitere touristische Leuchttürme wie der Freizeitpark Belantis, der Bergbau-Technik-Park oder der Hainer See mit der Lagune Kahnsdorf werden ebenfalls besser angebunden. Dafür erhält unter anderem die Linie 101 eine neue Route, die von Zwenkau über Böhlen und Kahnsdorf nach Borna führt. An dem neuem Linien-Konzept hat der Kreis bereits seit 2016 gearbeitet. Mitgewirkt haben die Kommunen im Projektgebiet, darunter Zwenkau, Pegau, Elstertrebnitz, Böhlen, Groitzsch, Rötha, Neukieritzsch, Regis-Breitingen, Großpösna, Kitzscher, Belgershain, Borna und Markkleeberg.

Quellen: „Das neue Saisonangebot der Regionalbus Leipzig GmbH“; Presseinformation v. 09.03.2018 sowie Artikel „Gute Fahrt im Neuseenland: ÖPNV steuert Attraktionen und Hotels an“ aus der Online-Ausgabe der Leipziger Volkszeitung v. 19.03.2018

Fotos und Karten: Regionalbus Leipzig GmbH © LTM Zwenkauer See Christian Hüller und © LTM Markkleeberger See Tom Schulze

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