LMBV: Bergbausanierer übergibt Bootshaus an 1. Segelclub Partwitzer See e.V.

Festliche Schlüsselübergabe am Bergbaufolgesee an Verein erfolgt

Klein Partwitz. Mit einer festlichen Schlüsselübergabe feierte der 1. Segelclub Partwitzer See e.V. am Wochenende die Einweihung seines neuen Vereinsdomizils am Partwitzer See. LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz, Gerd Richter, übergab den Schlüssel vor zahlreichen Gästen an Vereinschef Jens Schuster.

Nicht umhin kamen die Beteiligten an diesem Tag, einen Blick zurück zu wagen. Immerhin ist die Geschichte des Vereins eng mit den Aufgaben der LMBV verknüpft: Nach den Rutschungsereignissen auf den Lausitzer Innenkippen um 2010 stand fest, dass der Knappensee, die ursprüngliche Heimstatt des Vereins, saniert und damit auf Jahre nicht zugänglich sein würde.

Der Verein musste nach Ausweichmöglichkeiten suchen und wurde gemeinsam mit Kommunen, LMBV, Sächsischem Oberbergamt und weiteren Partnern fündig. "Dass wir nun hier stehen und endlich unser Bootshaus haben, macht mich sehr froh", führte Jens Schuster aus.

Insgesamt 580.000 Euro hat das Vorhaben gekostet, das durch den Freistaat Sachsen über §4 des Verwaltungsabkommens VI zur Braunkohlesanierung als Maßnahme zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards finanziert werden konnte. Entstanden ist eine Bootshalle mit Vereinsräumen und sanitären Einrichtungen.

Gerd Richter verwies darauf, dass der Blick in die weitere Geschichte ebenfalls lohne: Zwischen 1939 und 1977 wurden im damaligen Tagebau Scado rund 239 Millionen Tonnen Rohbraunkohle gefördert. Mit der Flutung 2004 begann das Kapitel der Nachnutzung. "Nun werden weitere Kapitel Geschichte geschrieben, die mit dem Wassersport zu tun haben. Die Entwicklung im Herzen des Lausitzer Seenlands geht voran", sagte er.

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