Görlitz: Seltener Gelbschnabeltaucher auf Bergbaufolgesee bei Görlitz gesichtet

Berzdorfer See als Winterquartier für in Deutschland seltene Vogelart aus der Gattung der Seetaucher

Görlitz/Senftenberg. Wie Henry Winkler von der Fachgruppe Ornithologie Görlitz kürzlich berichtete, wurde Ende 2014 mehrmals der seltene Gelbschnabeltaucher von ihm auf dem Berzdorfer See gesichtet. Der Gelbschnabeltaucher, Gavia adamsii, ist eine Vogelart aus der Gattung der Seetaucher.

Die Art brütet in der küstennahen Tundra Russlands und Nordamerikas und überwintert häufig an nördlichen Küsten. Der Gelbschnabeltaucher kann nur ausnahmsweise auch in Mitteleuropa beobachtet werden, vor allem im Winter und vorrangig an den Küsten von Nord- und Ostsee. Zur Brutzeit bewohnt die Art Binnengewässer in den Niederungen. Gelbschnabeltaucher sind offenbar überwiegend Mittel- bis Kurzstreckenzugvögel.

Die russischen Vögel überwintern ab Oktober zum einen an der nördlichen asiatischen Pazifikküste, zum anderen vor der Küste Norwegens, aber offenbar auch regelmäßig in der nördlichen Ostsee. Die Rückkehr in die Brutgebiete erfolgt ab Mitte Mai. Die Art wird in Mitteleuropa sehr selten von Oktober bis April nachgewiesen, bisher vor allem an den Küsten von Nord- und Ostsee und nur ausnahmsweise im Binnenland auf größeren Seen.

Merh Informationen zum Berzdorfer See unter:

http://www.lmbv.de/files/LMBV/Publikationen/Publikationen%20Lausitz/Wandlungen%20und%20Perspektiven%20L/doku%2013_Berzdorf.pdf

 

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