LMBV: Senftenberger komplexe Pumpenlösung ist mit sechstem HoriBrunnen fertig gestellt

Die Gefahren aus dem Grundwasserwiederanstieg sind in Senftenberg gebannt

Entwurf für das Ableitungssytem der HBr 8 und 9
Entwurf für das Ableitungssytem der HBr 8 und 9

Senftenberg. Nach der am 30. Januar 2018 erfolgten VOB-Bauabnahme geht der sechste Horizontalfilterbrunnen (HBr) Senftenbergs nun offiziell in Betrieb. Der Horizontalfilterbrunnen mit der technischen Nr. 9 ist nunmehr der letzte und gleichwohl stärkste aller errichteter Brunnen der Senftenberger Komplexlösung. Der Filterbrunnen befindet sich in Brieske in unmittelbarer Nachbarschaft zur Elsterkampfbahn.

Ausgestattet ist er mit acht Filtersträngen und drei Pumpen. Mit dieser Ausstattung können durchschnittlich 7,1 Kubikmeter Wasser pro Minute gehoben werden. Das gehobene Wasser von HBr 8 und HBr 9, den beiden Briesker Filterbrunnen, wird über eine Leitung in Richtung Schwarzheide abgeschlagen. Ein knapp acht Kilometer langes Ableitungssystem wurde hierfür verlegt. Das gehobene Wasser wird in der Grubenwasserreinigungsanlage Pößnitz in Schwarzheide aufbereitet und gereinigt über die Pößnitz letztlich in die Schwarze Elster abgegeben.

Das komplexe Pumpensystem war im Auftrag der LMBV mit Finanzmitteln von Bund und Land im Rahmen des Paragraphen 3 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung errichtet worden. Am Bau des HBr 9 waren die ARGE Horizontalfilterbrunnen mit der SGL Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer mbH und H. Anger’s Söhne Bohr- und Brunnenbaugesellschaft mbH und das Umweltbüro Vogtland für die Planung und Überwachung beteiligt. Die erfahrene Firma G.U.B. Ingenieur AG übernahm die Bauoberleitung.

Baustart für das komplette Horizontalfilterbrunnensystem Senftenbergs war im Oktober 2011. Im Gewerbegebiet Laugkfeld begannen die Arbeiten mit der Errichtung der Ableitung in Richtung Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza. Seit 2013 sind im Stadtgebiet und Brieske kontinuierlich insgesamt sechs Horizontalfilterbrunnen entstanden. Gleichwohl musste ein Wasserableitungssystem durch Senftenberg errichtet werden. Durch das kontinuierliche Absenken des Grundwasserspiegels ist es gelungen, 439 potentiell gefährdete bzw. betroffene Gebäude vor wieder ansteigendem Grundwasser zu schützen.

Fotos: Stefanie Klein / LMBV

Infoblatt_GWWA_in_Senftenberg_2017.pdf (PDF 1,8 MB)

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