Staatssekretäre Heidemanns und Schneider: Lausitzer Seenland ist um eine Attraktion reicher

Potsdamer Staatssekretäre zu Gast bei feierlicher Eröffnung des Senftenberger Stadthafens

Senftenberg. „In der Lausitz vollzieht sich ein Wandel von der Bergbauregion zu einer abwechslungsreichen touristischen Destination. Durch die Flutung ehemaliger Tagebaue entsteht die größte künstliche Wasserlandschaft Europas: das Lausitzer Seenland. Die touristische Entwicklung, die der Senftenberger See – als ältester der künstlich angelegten Seen – in den vergangenen Jahren genommen hat, ist eine Erfolgsgeschichte. Mit dem neuen Hafen ist das Lausitzer Seenland jetzt um eine weitere Attraktion reicher. Der Hafen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, der Region ein neues Gesicht zu geben – verbunden mit wirtschaftlichem Potenzial und Chancen für neue Arbeitsplätze.“ Das erklärten Henning Heidemanns, Staatssekretär im Wirtschafts- und Europaministerium, sowie Kathrin Schneider, Staatssekretärin im Infrastrukturministerium, heute bei der Eröffnung des Hafens in Senftenberg.
Heidemanns hob hervor, dass „der Hafen für die weitere Entwicklung des Tourismus in der Region von zentraler Bedeutung“ sei. Er werde dazu beitragen, dass noch mehr Touristen die Stadt Senftenberg erkunden. „Der Hafen ist ein attraktives Ziel sowohl für Wassertouristen als auch für diejenigen, die auf dem Landweg unterwegs sind“, sagte Heidemanns.   
Der Senftenberger Stadthafen zählt derzeit zu den größten Infrastrukturprojekten in Brandenburg, das Land hat den Bau mit nahezu zehn Millionen Euro unterstützt. „Der Grundstein für eine weitere erfolgreiche Entwicklung des Tourismus in der Region ist gelegt“, sagte Heidemanns. Erfahrungen andernorts hätten gezeigt, dass gewerbliche Anbieter nachzögen, sobald eine gute Basisinfrastruktur vorhanden sei. Im Lausitzer Seenland hätten sich bereits vielfältige kreative touristische Angebote etabliert. Als nur ein Beispiel nannte er die „schwimmenden Häuser“.
„Durch die Kombination von Fördermitteln aus der Stadtentwicklung, aus der Ländlichen Entwicklung und aus der Braunkohlesanierung haben die Senftenberger hier seit Jahren ein Gesamtkonzept umgesetzt, dass der Stadt ihren See erschlossen hat. Barrieren zwischen Innenstadt und See wurden beseitigt und attraktive Wegeverbindungen hergestellt“, so Infrastrukturstaatssekretärin Kathrin Schneider: „Die Übergabe des Senftenberger Hafens heute ist der krönende Abschluss, um die Stadt in Richtung See zu öffnen.
Seit der Landschaftsplaner Otto Rindt 1965 die Idee einer Lausitzer Seenkette vortrug, arbeitet die Region daran, eine Wasserwelt, zu der zehn miteinander verbundene schiffbare Seen gehören, zu schaffen. „2018, so ist das Ziel, wird hier Deutschlands größtes, künstliches Wasserrevier und die viertgrößte Seenlandschaft bundesweit entstanden sein“, unterstreicht Staatssekretärin Schneider: „Die Braunkohlesanierung sorgt nicht nur für eine Verbesserung des Lebensumfelds der Lausitzer, sie trägt auch wesentlich dazu bei, dass viele von ihnen außerhalb der Energiewirtschaft neue Arbeitsplätze finden werden. Das Beispiel des Senftenberger Sees zeigt, dass dafür mitunter ein längerer Atem notwendig ist. Heute ist hier ein attraktives Freizeitgebiet entstanden, das von den Senftenbergern rege genutzt wird, aber auch zahlreiche Besucher, vor allem aus Sachsen, anzieht und damit Arbeit und Einkommen bietet.“
Quelle: PM des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg vom 23.04.2013

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