Umfangreiche Verdichtungen auf den Kippen der Lausitz durch LMBV in Vorbereitung

Bedarf für weitere RDV-Seilbagger in der Lausitz

Senftenberg. Mit einem 650-Tonnen schweren Gerät werden derzeit die gekippten Böschungen des Restloches Greifenhain, am Ufer des künftigen Altdöberner Sees im Rahmen der Bergbausanierung der LMBV in der brandenburgischen Lausitz gesichert. Mittels Rütteldruckverdichtung (RDV) wird hier ein sogenannter „versteckter Kippendamm“ für eine künftig bessere Standsicherheit des gekippten Uferbodens hergestellt. Hierzu wird eine Rüttellanze bis zu 51 Meter tief in den Boden gelassen und das Kippenmaterial in vorgegebenen Rasterabständen Schicht für Schicht verdichtet. Weitere zwei RDV-Geräte arbeiten im Bereich der Nordost-Böschung an der Sicherung der Ufer am künftigen Altdöberner See. Auch am künftigen Klinger See westlich von Cottbus sind weitere zwei Rütteldruckverdichter gegenwärtig im Auftrag der LMBV planmäßig im Einsatz (Siehe anhängende aktuelle Fotos von Ende Mai 2014). Bisher hat sich jeder von der LMBV verdichtete Kippenabschnitt als standsicher erwiesen.

„Nachdem in den letzten Jahren über das gesamte Lausitzer Revier verteilt umfangreiche Verdichtungsmaßnahmen mittels Rütteldruck-, Rüttelstopf- und Fallgewichtsverdichtung zur Gewährleistung der Standsicherheit von gekippten Böschungen realisiert worden sind, geht es in den nächsten sieben Jahren verstärkt mit solchen Sicherungsarbeiten weiter“, so der LMBV-Bereichsleiter Sanierungsplanung Dirk Sonnen. Um die anstehenden Aufgaben auf diesem Spezialgebiet zu bewältigen, setzt die LMBV auf das Wissen und eine entsprechende Gerätekapazität der Fachfirmen, um die bisherige Zusammenarbeit in bewährter Weise fortzuführen und wo möglich auszubauen.

Sonnen unterstreicht: „Es wird eingeschätzt, dass für die Sicherung an gekippten Restlochböschungen und an den sich anschließenden Kippenbereichen in der Lausitz in den nächsten fünf Jahren über 20 Rüttler-Einheiten pro Jahr zum Einsatz gelangen. Schwerpunktgebiete in Brandenburg bilden dabei der ehemalige Tagebau Greifenhain sowie die Böschungsgestaltung am zukünftigen Cottbuser Ostsee.“ Nach den bereits realisierten Tiefenverdichtungsmaßnahmen im Bereich der Innenkippe Lohsa/Ostböschung Silbersee, wo sich teilweise vier Rüttler gleichzeitig im Einsatz befanden, steht im ostsächsischen Raum in den nächsten Jahren die Sicherung der Böschungen am Knappensee im Vordergrund.

Die herzustellenden Stützkörper mittels Rütteldruckverdichtung reichen teilweise bis in Tiefen von 60 Metern. Die einzuhaltenden Vorlandbreiten liegen überwiegend zwischen 10 und 30 Meter. Nach erfolgter Tiefenverdichtung mittels Rütteldruck- oder Rüttelstopfverdichtung gelangt oftmals auch noch die Fallgewichtsverdichtung zum Einsatz, um anschließend die oberflächennahen Bodenschichten zu verdichten. Daher müssen künftig die notwendigen Trägergeräte auch für die Fallgewichtsverdichtung einsetzbar sein.

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