Holzungsarbeiten im Zwenkauer See laufen planmäßig

Pontoneinheiten mit Bagger fällen Gehölze und Bäume im südöstlichen Wasser- und Uferbereich

Zwenkau. In Vorbereitung auf die künftige Nutzung des Zwenkauer See erfolgen noch bis Ende März 2015 im Auftrag der LMBV Holzungsarbeiten im Wasser- und Uferbereich des Gewässers auf einer Fläche von 215 Hektar. Diese umfassen das Entfernen und Entsorgen von Wildanflug von Jungbäumen und Sträuchern (Aspe, Birke, Weide, Sanddorn, etc.) auf einer Wasserhöhe von 110,5 m NHN, das heißt bis zwei Meter unter der künftigen Wasseroberfläche. Dazu sind folgende Geräte im Wasser im Einsatz: eine Pontoneinheit mit Bagger Typ Mecalac, zwei Beiboote Typ 5,5 von der Fa. Arnold Ritscher mit einer Leistung von 73 PS und eine Pontoneinheit für den Holztransport.

Die wasserrechtliche Erlaubnis für die Nutzung des Zwenkauer Sees mit Wasserfahrzeugen zur Durchführung von Holzungsarbeiten liegt seit April 2014 vor. Nachdem die erforderlichen Nachweise von Sachverständigen über die ausreichende Stabilität und die abschließende Beurteilung über einen sicheren Einsatz der schwimmenden Geräte vorlagen, wurde Ende 2014 der Einsatz dieser Geräte von der Landesdirektion Sachsen als zuständige Schifffahrtsbehörde genehmigt. Für eine weitere Geräteeinheit liegt der Antrag für den Einsatz auf dem Gewässer bei der Schifffahrtsbehörde vor.

Eine Pontoneinheit mit Bagger wird gegenwärtig im südöstlichen Bereich des Zwenkauer See zur Holzung größerer Bäume genutzt. Das gefällte Holz wird auf dem Ponton zwischengelagert und im Uferbereich mittels Langstielbagger entladen. Ein Amphibienbagger namens Big Float beseitigt im Uferbereich den flächigen Gehölzbestand. Mit einer zweiten Pontoneinheit soll der Gehölzbestand „gemäht“ werden. Diese ist mit GPS ausgestattet und fährt anhand der vorgegebenen Daten die zu holzende Fläche ab. Eine weitere Reserveeinheit soll ab Anfang Februar 2015 vorgehalten werden.

Die Holzungsmaßnahme hatte im September 2014 zunächst auf der Landseite auf einer Fläche von 180 Hektar begonnen. Diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen. Ausführende Firma ist Gewässer- und Tiefbau Krumpholz aus Ringleben. Begleitet wird die gesamte Maßnahme durch eine ökologische Bauüberwachung. Die Kosten belaufen sich auf rund 800.000 Euro und werden über die Grundsanierung des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung finanziert.

 

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