VEM: Wolkenberg ist Markenzeichen für Rekultivierung und Weingenuss

Winzer präsentieren Jungwein aus dem Tagebau Welzow-Süd

Cottbus. Das Lausitzer Dorf Wolkenberg war noch zu DDR-Zeiten für den Tagebau Welzow-Süd umgesiedelt worden, seine Einwohner leben heute überwiegend in der nahe gelegenen Stadt Spremberg. Mehr als 20 Jahre später ist der Name Wolkenberg jedoch nicht von der Landkarte verschwunden. Er steht heute für einen Weinberg am gleichen Ort und ist zum Markenzeichen geworden – für eine erfolgreich geplante, behutsame Gestaltung und Entwicklung der nachbergbaulichen Landschaft mit Blick auf die spätere Nachnutzung und für einen Lausitzer Wein, der sich sehen und schmecken lassen kann.

Den Beweis dafür traten die Winzer der Wolkenberg GmbH am 28. Mai 2016 bei der ersten Jungweinprobe der „Wolkenberger Weine“ auf Gut Geisendorf bei Neupetershain an. Auf immerhin 20.000 Flaschen Wein ist der Ertrag der letztjährigen Ernte abgefüllt. Gekeltert wurde der Wein in der Kellerwirtschaft von Martin Schwarz in Meißen. Insgesamt pflegt die Wolkenberg GmbH 26.000 Rebstöcke der Weißweinsorten Schönburger, Grau- und Weißburgunder, Kernling und Roter Riesling sowie der Rotweinsorten Rondo und Cabernet Dorsa.

„Wir haben im vergangenen Jahr insgesamt etwa 22 Tonnen Trauben ernten können. Diese Menge hat uns selbst überrascht“, sagt Bettina Muthmann, Geschäftsführerin der Wolkenberg GmbH. „Es zeigt sich, dass unsere Entscheidung, im Jahr 2014 die Lese auszulassen und den Pflanzen Zeit zur Erholung zu geben, richtig war. Sie sind jetzt gut durchgewachsen und haben sich gekräftigt.“

Die Vielfalt eher seltener Rebsorten, die das Lausitzer Klima gut vertragen, machen die Wolkenberg-Weine schon jetzt zu Raritäten. Sie werden künftig unter anderem im Wellness-Hotel „Zur Bleiche“ in Burg, im „Kleinod“ in Burg und in der neu eröffneten Cottbuser Vinothek „Die Weinfreundin“ zu finden sein. Besonders gelungen findet Bettina Muthmann den Roten Riesling des Jahrgangs 2015: „Das ist ein typischer Riesling mit leichter Säure und schön fruchtig, ein idealer Spargelbegleiter zum Beispiel.“   Am Anfang dieser neuen Lausitzer Erfolgsgeschichte des Weinbaus stand ein genauer Plan für den Weinberg mit einer Anbaufläche von sechs Hektar, den die Bergleute von Vattenfall mit wissenschaftlicher Unterstützung der BTU Cottbus und des Forschungsinstituts für Bergbaufolgelandschaften (FIB) Finsterwalde entwickelten.

„Von der Formung des Reliefs, das direkt vom Absetzer geschüttet wurde, über die Ausrichtung des Hangs in bester Sonnenlage und die Selektierung und Entwicklung geeigneter Böden bis zur Auswahl von Rebsorten, die in das Lausitzer Klima passen, wurde nichts dem Zufall überlassen“, erklärt Franziska Uhlig-May, Leiterin Rekultivierung und Naturschutz bei Vattenfall. „Die Frostverträglichkeit und der Wasserbedarf einzelner Sorten wurden bereits im Vorfeld auf einer Versuchsfläche im Rekultivierungsgebiet getestet.“ Quelle: VEM-PM v. 28.05.2015

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen sind: Thoralf Schirmer, Vattenfall GmbH, Pressesprecher, Media Relations Cottbus Telefon 0355 2887 3067, Fax 0355 2887 3066, thoralf.schirmer@vattenfall.de

Vattenfall-Foto: Die Winzer der Wolkenberg GmbH, Bettina Muthmann und Martin Schwarz, sind zufrieden mit den jungen Weinjahrgängen der letztjährigen Lese.

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