LMBV: Verdichtungsarbeiten an Südwest- und Ostböschung des Concordiasees laufen planmäßig

Erdbautechnische Sicherungsmaßnahmen an den Rutschungskesseln

Leipzig/Nachterstedt. Gegenwärtig laufen rege Sanierungsarbeiten am Concordiasee. Mit der Inbetriebnahme des ersten von insgesamt drei geplanten Trägergeräten zur Rüttelverdichtung wurde Mitte März dieses Jahres ein wichtiger Meilenstein für die Sanierung des Bergbaufolgesees planmäßig vollzogen. Ende Mai 2015 kam ein zweites Gerät zum Einsatz. Beide stellen zwei in Summe ca. 2.800 Meter lange und durchschnittlich 20 Meter tiefe Dämme aus verdichtetem Boden - so genannte Rüttelstützkörper - auf der Ostböschung des Concordiasees her. Ein drittes Trägergerät wird voraussichtlich ab August dieses Jahres auf der Südwestböschung westlich des Rutschungskessels eingesetzt und dort auf einer Länge von ca. 1.200 Metern zwei weitere Rüttelstützkörper in das Erdreich einbringen.

Nach Abschluss dieser Rüttelverdichtungsarbeiten, voraussichtlich im I. Quartal 2017, ist die Gefahr von plötzlichen Böschungsbewegungen verbunden mit den entsprechenden Schwallwellenbildungen beseitigt.  Damit sind dann die erdbautechnischen Voraussetzungen geschaffen, um eine öffentliche Nutzung der Wasserfläche zu ermöglichen.

Als vorbereitende Baumaßnahme für die Rüttelverdichtungsarbeiten in der Südwestböschung wird der westlich des Hauptrutschungskessels liegende kleinere Rutschungskessel mit Boden, welcher aus dem Areal der ehemaligen Siedlung gewonnen wird, verfüllt. Diese Baumaßnahme soll noch im Mai 2015 abgeschlossen werden. Im 2. Halbjahr 2015 beginnen die vorbereitenden Arbeiten zur Verfüllung des Hauptrutschungskessels.

Um die Belastung durch LKW-Verkehr in der Ortslage Nachterstedt zu minimieren, wurde im April 2015 mit dem Bau einer neuen Zufahrtsstraße im Uferbereich begonnen. Sie wird am bestehenden Wirtschaftsweg in Höhe Novelis von der Kreisstraße abzweigen und südlich des Rutschungskessels an den gesperrten Teil der Bahnhofstraße anbinden.

 

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