LMBV: Wein gedeiht auf vormaligen Böschungen Lausitzer Tagebaue

„Wein statt Braunkohle - Winzer rechnen mit guter Ernte“ berichtete dpa

GroßräschenWolkenberg. „Früher kamen Kohlebagger, jetzt wachsen Weintrauben: Aus einigen rekultivierten Flächen in Südbrandenburg wurden vor Jahren Weinhänge. Die Winzer sind optimistisch was die diesjährige Ernte angeht.“ So berichtet die Nachrichtenagentur dpa am 29.07.2015 aus dem Lausitzer Revier. Wo früher Abraum und Kohle bewegt wurden, lesen Weinbauern und Helfer bald wieder Trauben. Die beiden Winzer von Weinhängen in vormaligen Braunkohle-Gebieten in Südbrandenburg erwarten 2015 eine gute Ernte. Der Großräschener Winzer Dr. Andreas Wobar aus Großräschen hat 5.000 Reben an der Südseite des ehemaligen Tagebaus Meuro, der durch Flutung zum Großräschener See wächst, angepflanzt. 2014 sei das erste Mal gelesen worden, sagte Dr. Wobar. 2012 war der Weinberg vorbereitet, der Boden rekultiviert und die Pflanzen aufgerebt worden. Bei der Auswahl der Sorten hat der promovierte Landwirt großes Augenmerk auf Neuzüchtungen gelegt, um den besonderen klimatischen Anforderungen in der Lausitz gerecht zu werden.

Rund 26.000 Rebstöcke des Weinbergs Wolkenberg sind vor rund fünf Jahren auf einer rekultivierten Fläche des Vattenfall-Tagebaus Welzow-Süd gepflanzt worden Die Trauben am Rande des Braunkohletagebaus Welzow-Süd bei Cottbus seien 2015 ebenfalls gut im Wuchs, nachdem in 2014 nicht gelesen worden war, um die Anlage zu stärken, so der dort tätige Winzer Martin Schwarz gegenüber dpa. Der Boden sei wie generell in der Lausitz durch geringe Niederschläge und seine Lage trocken. „Weil der Weinberg noch sehr jung sei, müsse sich das Bodenleben erst nach und nach aufbauen.“

Mehr Informationen zum Großräschener Weinberg unter http://weinbauwobar.de/de.html  bzw. zum Vattenfall-Wolkenberg unter http://corporate.vattenfall.de/newsroom/pressemeldungen/pressemeldungen-import/vattenfall-pflanzt-26000-weinreben/

Zurück