Weiterer Bauabschnitt bei Lober-Sanierung begonnen

Auftakt für den Bauabschnitt II bei der Lober-Sanierung vollzogen

Leipzig/Delitzsch. Am 30.07.2013 gab es in Delitzsch einen LMBV-Medienvorort-Termin: zum Auftakt für den Bauabschnitt II bei der Lober-Sanierung. Der sogenannte Loberausbau im zweiten Bauabschnitt startet jetzt in die Umsetzungsphase, nachdem bereits seit Juni 2013 die Vorbereitungen unter Regie der LMBV liefen. Ab 1. August 2013 soll in der Nähe des Elberitzbades eine Spundwand in den Loberlauf getrieben werden, um einen Abschnitt bis zur August-Bebel-Straße trocken zu legen. Der Lober bekommt damit teilweise ein neues Bett. Insgesamt zwei Kilometer lang ist dieser zweite Bauabschnitt, der im Bereich des Gleisdreiecks an der Willi-Keller-Siedlung beginnt und am Rosental endet. Bis Ende 2014, so der gegenwärtige LMBV-Plan, sollen dort entlang des Flusslaufes die Bagger arbeiten, beginnend im Südosten der Stadt. Es geht auch diesmal um eine sogenannte Gefahrenabwehr-Maßnahme nach §3 des VA BKS. Der nachbergbauliche entstandene Grundwasserspiegel in Delitzsch soll so abgesenkt werden, damit zunehmend mehr Gebäude künftig nicht mehr im Nassen stehen. Dafür wird der Lober als wichtiger Ableiter ertüchtigt und saniert. Hindernisse und Ablagerungen, die das Wasser im Flussbett bisher stauen oder den Zufluss aus den Grundwasserleitern verhindern, werden damit beseitigt. 

„Einige Ablagerungen, die Kolmationsschicht, haben wir bereits im Zusammenhang mit dem vorangegangenen Bauabschnitt entfernt“, sagte Michael Riechert, bei der LMBV für die Bauüberwachung zuständig, der Regionalzeitung. „Aktuell gehe es um die Umverlegung des Lobers zwischen den Elberitzwiesen und der August-Bebel-Straße", berichtete Reporter K. Würker. Dies sei nötig, da das Flussbett dicht an Garten-Grundstücken vorbeiführe. Dies sei so weit angrenzend, dass die LMBV die Böschung nicht sicher gestalten kann, ohne auch in Privatgrundstücke einzugreifen. „Deshalb weichen wir auf die benachbarte Grünfläche aus“, so Michael Riechert zur Tageszeitung. Der Altarm bleibe aber als temporäres Stillgewässer erhalten, werde künftig zu einem Biotop beziehungsweise bei Hochwasser zu einem Flutungsreservoir.

Vor der Umverlegung kommt noch eine Trockenlegung. Lange Rohrleitungen sind dazu errichtet worden, durch die Pumpen nunmehr das Wasser drücken und umleiten. Kurz vor der Brücke August-Bebel-Straße wird wieder eingeleitet. In drei Tagen könne dieser Lober-Abschnitt dann trocken sein, sobald die Spundwand in der Erde ist. Ab dem 5. August werden dann auch Bagger eingesetzt. „Das ausgehobene Erdreich wird zu einer Lagerfläche an der Halleschen Straße gebracht, wo es trocknen kann und später zur Entsorgung abgeholt wird", erklärte M. Riechert der LVZ. Verkehrseinschränkungen werde es durch die pendelnden Baufahrzeuge nicht geben, lediglich ein Parkplatz werde teilweise gesperrt.

Für eine weitere Baumaßnahme im Zuge des zweiten BA beginnt voraussichtlich Ende August die Baustelleneinrichtung: An zwei Brücken sollen alte Ufermauern ersetzt werden. Dafür sind aufwendige Pfahlbohrarbeiten nötig. Im Herbst beginnen voraussichtlich in Höhe der Elberitzwiesen dann nachfolgend noch Ersatzpflanzungen.

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