Fachkonferenz 2018

Fachkonferenz „Wasser in der Bergbaufolgelandschaft der Lausitz“
26.04.2018, Hoyerswerda

Hoyerswerda. Am 26. April 2018 kamen über 180 Vertreter der Landkreise, Kommunen, der unteren und oberen Genehmigungsbehörden sowie der Ministerien Brandenburgs und Sachsen auf Einladung der LMBV zur Fachkonferenz „Wasser in der Bergbaufolgelandschaft der Lausitz“ zusammen. In der Lausitzhalle Hoyerswerda präsentierten die LMBV- Geschäftsführung sowie Experten des Landesamtes für Bergbau Geologie und Rohstoffe und der LMBV die inzwischen erreichten Ergebnisse der Wiederherstellung eines sich weitgehend selbst regulieren Wasserhaushaltes in der Bergbaufolgelandschaft. Diese Maßnahmen stellen inzwischen einen Großteil der Arbeiten der LMBV dar.

Mit dem Abschluss des „Ergänzenden Verwaltungsabkommens für die Braunkohlesanierung VI“ haben der Bund, das Land Brandenburg und der Freistaat Sachsen die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt. Die Umsetzung der Maßnahmen unter den sich stetig fortentwickelnden Randbedingungen stellen hohe Anforderungen an die LMBV, die beteiligten Ingenieurbüros und Genehmigungsbehörden.

Wesentliches Element war dabei das Management zur Optimierung der Wassermengen und Wasserqualitäten durch die Flutungszentrale der LMBV in kontinuierlicher Abstimmung mit der länderübergreifenden Arbeitsgruppe Flussgebietsbewirtschaftung. Die Herstellung der Bergbaufolgeseen konnte durch Flutung zu 86 % abgeschlossen werden.

Zur Seewasserbehandlung wurden mit den Partnern der LMBV neue Verfahren entwickelt, um der Versauerung entgegen zu wirken. An elf Seen ist die Initial- Neutralisation inzwischen abgeschlossen worden. Zur Nachsorge an den Seen wird die In-Lake-Behandlung mit einem Behandlungsschiff oder einer stationären Wasserbehandlungsanlage durchgeführt. Diese Verfahren sind in ihrer Dimension einmalig und werden international sehr beachtet.

Zur Behandlung der Sulfat- und Eisenfrachten in den Fließgewässern werden mit den Wasserbehörden der Länder abgestimmte Maßnahmen zur Gefahrenabwehr durchgeführt. Die Maßnahmen an den Fließgewässern zeigen inzwischen Wirkung, die Belastungen unterhalb der Talsperre Spremberg gehen deutlich zurück. Auch neuartige, mikrobielle Verfahren tragen lokal zur Reduzierung der Belastungen bei. Zur Verwertung der anfallenden Eisensedimente werden noch verschiedenartige Möglichkeiten weiter untersucht. Die noch ausstehenden Aufgaben am Wasserhaushalt der Lausitz sind nur langfristig durch ein Zusammenwirken aller Verantwortlichen zu lösen. Eine hohe Beteiligung und eine lebhafte Diskussion zeigte das große Interesse der Anwesenden an der Veranstaltung der LMBV in der Lausitz.

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