Beispiele für Gefahrenabwehrmaßnahmen gegen den Grundwasserwiederanstieg (GWWA)

Bund und Länder stellen gemäß des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung finanzielle Mittel für Maßnahmen zur Abwehr von Gefahren im Zusammenhang mit dem Grundwasserwiederanstieg zur Verfügung. Die LMBV führt in diesem Rahmen als Projektträger im Auftrag des Bundes und der Länder u.a. Sicherungsmaßnahmen zum Schutz von Gebäuden vor bergbaulich bedingt wiederansteigendem Grundwasser durch.

Im Lausitzer Revier konzentriert sich die Leistungserbringung auf Schwerpunkte mit besonderem Gefahrenpotenzial, wie z. B. die Sicherungsmaßnahmen am Germaniateich, am Clubteich sowie am Postteich nahe der brandenburgischen Ortslage Hosena.

Zur Sicherung des Laugkfeldes und des östlichen Stadtgebietes von Senftenberg gegen den Grundwasserwiederanstieg konnte mit der Inbetriebnahme des ersten temporären Brunnens Mitte Dezember 2011 ein Zwischenschritt für eine dauerhafte Grundwasserniedrighaltung vollzogen werden.

In Ostsachsen wurde zur Sicherung der Stadt Hoyerswerda eine Horizontalfilterbrunnenanlage errichtet, die bereits erfolgreich in Betrieb ist. Aktuell konzentrieren sich die Sanierungsarbeiten auf die Kippenstabilisierung am Silbersee bei Lohsa mittels Rütteldruckverdichtung sowie die Vorbereitung von Maßnahmen am Knappensee.

Die Schwerpunkte des mitteldeutschen Reviers fokussieren sich auf den Gewässerausbau des Lobers im Stadtgebiet von Delitzsch und auf eine Vielzahl von Sicherungsmaßnahmen an Wohngebäuden in den Ortslagen von Markkleeberg, Delitzsch, Zscherndorf und Bitterfeld.