Lausitzer Seenland

Das entstehende Lausitzer Seenland stellt ein Kernelement der Sanierung dar. Eine Vielzahl neuer Seen mit einer Gesamtwasserfläche von 14.000 Hektar entsteht. Das Lausitzer Seenland als touristische Destination umfasst 23 Bergbaufolgeseen. Davon werden neun Seen mit dem bereits vorhandenen Senftenberger See durch schiffbare Kanäle (7.000 Hektar) miteinander verbunden. Die Bundesländer Brandenburg und Sachsen haben sich frühzeitig dazu bekannt, die notwendigen Seeverbindungen so auszubauen, dass sie auch für Segelboote und Fahrgastschiffe nutzbar sind. Von den 13 geplanten schiffbaren Kanälen sind vier fertig gestellt, sechs weitere im Bau sowie drei in Vorplanung.

Die touristische Zwischennutzung der Seen hat schon 2003 begonnen. Wassersportaktivitäten sind bereits am Gräbendorfer, Partwitzer, Geierswalder, Sedlitzer und Bärwalder See in den geotechnisch sicheren Bereichen möglich. Einige Wirtschaftswege der LMBV, darunter asphaltierte Seerundwege, sind ebenfalls für Skater, Radfahrer und Wanderer freigegeben. Der Dreiweiberner See steht Besuchern, Touristen und Einwohnern als erster See des Lausitzer Seenlandes für die Naherholung in gekennzeichneten Bereichen seit einigen Jahren offen. Die Bergbausanierung ist im Lausitzer Seenland noch nicht überall abgeschlossen. Infolge von Grundbrüchen auf Kippenflächen und der damit verbundenen zusätzlichen Prüfung der geotechnischen Sicherheit kann es zu zeitweiligen Einschränkungen bei der Nutzung von Wirtschaftswegen und weiteren Bereichen kommen.

Die breite Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten wird dem Lausitzer Seenland sowie der gesamten Regionen langfristig zu einer überregionalen Bedeutung verhelfen. Die ersten schwimmenden Häuser auf dem Partwitzer als auch Geierswalder See und die schwimmende Tauchschule auf dem Gräbendorfer See sind schon heute ein sichtbares Zeichen für die beginnende Entwicklung der touristischen Infrastruktur.