Die drohende Verockerung der Spree ist seit Jahren – auch durch einschlägige Gutachten – bekannt. Warum hat die LMBV nicht früher aktiv Gegenmaßnahmen eingeleitet?

In Abstimmung mit den Berg- und Umweltbehörden werden durch die LMBV seit 1996 umfangreiche wasserwirtschaftliche Konzepte zur Herstellung eines sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushalts in den bergbaubeeinflussten Regionen erarbeitet. Über dafür geschaffene Grundwassermodelle wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Daten über Wasseranstieg, Wasserbeschaffenheit und das Strömungsverhalten erhoben, die in den wasserwirtschaftlichen Jahresberichten des Unternehmens ausgewiesen sind.

Die LMBV hat in Kenntnis der Prozesse des Grundwasserwiederanstiegs in Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden des Landes Brandenburg und des Freistaates Sachsen flächendeckend bereits in den Jahren 2003/04 für den in ihrer Verantwortung stehenden Grundwasserabsenkungsbereich Sonderbetriebspläne zur Überwachung der bergbaubedingten Entwicklung des Grundwassers nach Wasserständen, Mengen und Qualitäten aufgestellt. Nach den darin festgelegten Monitoringprogrammen berichtet die LMBV den Fachbehörden der Länder jährlich über die Entwicklung.

Auf der Basis der aus diesen Untersuchungen abgeleiteten Erkenntnisse hat die LMBV im Jahr 2008 in Abstimmung mit den Berg- und Umweltbehörden und auf der Grundlage von wissenschaftlich erarbeiteten Prognosen kontinuierlich die Entwicklung der Grundwasserzufuhr in die Spree untersucht, um auf kritische Stoffkonzentrationen und Zuflüsse reagieren zu können. Alle Datenerhebungen zeigten durch das Hochwasser und die überdurchschnittlich starken Niederschlagsmengen in den Jahren 2010 und 2011 verstärkte Anstiege. Das ließ sich nicht prognostizieren. Daher konnten erst auf der Basis der seit einigen Monaten vorliegenden Daten wirksame Gegenmaßnahmen konzipiert werden. Diese Gegenmaßnahmen werden jetzt durch die LMBV auf den Weg gebracht.

Zuletzt aktualisiert am 15.03.2013 von Uwe Steinhuber.

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