Lokaler Böschungsabbruch im Schadensgebiet in Nachterstedt

Nachterstedt. Am 9. Feb. 2010 hat sich an der oberen Kante der Böschung im Schadensgebiet in Nachterstedt - nahe des ehemaligen Aussichtspunktes - ein kleiner Teil des Bodens von ca. 40 Kubikmeter gelöst und ist die Böschung hinab geglitten. Zum Vergleich: Der bekannte Böschungsabbruch an den Kreidefelsen der Insel Rügen im Jahr 2008 hatte ein Volumen von ca. 25.000 Kubikmeter.

Nach der geotechnischen Auswertung durch einen Sachverständigen für Böschungen ist das Landesamt für Geologie und Bergwesen Halle (LAGB) umgehend von der LMBV informiert worden.
 
Diese Bewegung ist von den Fachleuten bereits erwartet worden, da der Frost in den Boden eingedrungen ist und dort zu Spannungsänderungen führt. Um weitere Gefahren für Leib und Leben auszuschließen, wird dieses gesperrte Gebiet seit 2009 im Auftrag der LMBV kontinuierlich messtechnisch überwacht. Das installierte messtechni-sche Überwachungssystem, mit dem seismische Vorgänge und Neigungsänderungen erfasst werden, hat diesen Vorgang - mit geringfügigen Messsignalen - zuverlässig erfasst.

Bekanntlich steht die Böschung im Schadensgebiet nördlich des Ortes Nachterstedt gegenwärtig mit einem Winkel von 45 Grad sehr steil. Weitere lokale Abbrüche an dieser Böschung können nicht ausgeschlossen werden. Daher werden die bestehende Absperrungen um das Tagebaugebiet Nachterstedt, die sich bisher als notwendig erwiesen haben, auch weiterhin aufrechterhalten. Eine Erweiterung des Absperrgebietes ist jedoch nach wie vor nicht notwendig.

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