Klarstellung des MW zu anhaltenden Nachfragen

Magdeburg. Aufgrund anhaltender Nachfragen zur Berichterstattung des MDR zu angeblich neuen Erkenntnissen über das Unglück von Nachterstedt weist das Wirtschaftsministerium noch einmal ausdrücklich auf folgende Fakten hin: Die Kabinettsbefassung von 1994 beinhaltete ein „Regionales Teilgebietsentwicklungsprogramm für den Planungsraum Nachterstedt ‚Seeland’“. Solche Teilgebietsentwicklungsprogramme, deren Erstellung gesetzlich vorgeschrieben sind, wurden von der damaligen Landesregierung auch für andere Regionen in vergleichbarer Weise erarbeitet. In dem genannten Teilgebietsentwicklungsprogramm wurde selbstverständlich auch auf den Altbergbau in der Region und die Gefährdungen, wie sie in allen Altbergbauregionen vorkommen können, eingegangen. Daraus resultierend wurden auf der Grundlage von Gutachten bergrechtliche Betriebspläne zur Gefahrenabwehr und Sanierung durch die LMBV erstellt. Die darin geforderten Sanierungsmaßnahmen wurden durch die LMBV umgesetzt.

Hinsichtlich der Böschung in Nachterstedt hatten Gutachter der LMBV im Zuge des Sanierungsverfahrens festgestellt, dass lokale Instabilitäten der Böschung während der Flutung keine schädlichen Auswirkungen auf die Standsicherheit des Gesamtböschungssystems haben, so die aktuelle Auskunft des vom Landesamt für Geologie und Bergwesen bestellten Gutachters, Dr. Michael Clostermann. Entgegen der MDR-Berichterstattung ist es mithin keineswegs so, dass das Gefahrenpotential, das dem Erdrutsch von Nachterstedt zugrunde lag, der Landesregierung „seit langem“ bekannt war.

Im Übrigen wird auf die Aussage von Dr. Clostermann auf der Pressekonferenz in Magdeburg am 1. Februar 2010 verwiesen, der von noch nie dagewesenen Ursachenzusammenhängen beim Erdrutsch von Nachterstedt gesprochen hat.
(Quelle: PM des MW vom 19.02.2010)

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