Experten vermuten Hohlräume als Erdrutsch-Ursache bei Bernburg

Bernburg. Der gewaltige Erdrutsch bei Bernburg (Salzlandkreis) vom 1. April 2010 ist vermutlich auf unterirdische Hohlräume in einem früheren Kalibergwerk zurückzuführen. Weil in den kommenden Wochen geklärt werden soll, ob es dort weitere Stollen gibt, bleiben das Gelände der früheren Mülldeponie und die Landesstraße 50 nach Peißen langfristig gesperrt. "Solange nicht klar ist, ob sich auch solche Hohlräume direkt unter der Straße zwischen Bernburg und Peißen durchbrechen, muss die Straße gesperrt bleiben", sagte der amt. Präsident des Landesbergamtes, Frank Esters, am 1.4. dem Sender MDR Info. Der riesige Krater mit einem Durchmesser von 30 Metern und einer Tiefe von rund 40 Metern war von spielenden Kindern entdeckt worden.Die Polizei wies darauf hin, dass die frühere B71 längere Zeit gesperrt bleiben müsse. Trotz der eingerichteten Umleitungsstrecken sei deshalb mit zahlreichen und längerfristigen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Autofahrer sollten Bernburg weiträumig umfahren und die Autobahn 14 benutzen. Wann der ehemalige Salzstock eingebrochen war, stand am Donnerstag noch nicht fest. Dem Ordnungsamt der Stadt Bernburg war der Fall am Dienstagabend gemeldet worden.

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