LMBV-Erklärung zum zweiten Jahrestag des Böschungsunglücks von Nachterstedt

Senftenberg. Am 18. Juli 2011 jährt sich zum zweiten Mal der Tag, an dem im Zuge des Böschungsunglücks von Nachterstedt drei Anwohner ihr Leben verloren haben. Auch die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) gedenkt aus diesem Anlass den Toten des Unglücks.

Mit moderner Technik und großem finanziellem Engagement setzen die Projektträgerin für die Braunkohlesanierung, die LMBV, und die von ihr beauftragten Gutachter und Fachfirmen die Untersuchungen zur Ermittlung der Unglücksursachen in Abstimmung mit der Bergbehörde und ihren Gutachtern fort. Seit April/Mai 2011 werden auf dem Concordiasee von zwei küstentauglichen Pontons aus Bohrungen und Drucksondierungen an rund 20 Standorten unter Beachtung aller Sicherheitsaspekte so zügig wie möglich durchgeführt.

Gegenwärtig sind landseitig bis zu 13 Bohrgeräte gleichzeitig im Einsatz mit dem Ziel, die Standsicherheit der Böschungen um den Rutschungskessel zu erhöhen, den Kenntnisstand über die geologisch-hydrologische Situation zu verdichten und Grundwassermessstellen einzurichten. Darüber hinaus sollen mit weiteren landseitigen Erkundungsarbeiten zusätzliche Informationen über die untertägigen Grubenbaue in der Nachbarschaft des Rutschungskessels gewonnen werden.

Mit diesen und weiteren Maßnahmen erhofft sich die LMBV, die derzeit vorhandene Datenlücke zur Ermittlung der Unglücksursache zu schließen.

Das Ziel der LMBV ist und bleibt die sichere Neugestaltung des Concordiasees und seine touristisch attraktive Nachnutzung.

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