Antwort von Minister Dr. Reiner Haseloff  zum Stand der Ursachenermittlung

Eine Anfrage zum Stand der Ursachenermittlung und zu den weiteren Planungen in Nachterstedt hat Minister Dr. Reiner Haseloff am 16.11.2009 wie folgt beantwortet:

"Am vergangenen Freitag (13.11.2009) hat im LAGB ein Abstimmungsgespräch zwischen der LMBV und dem LAGB stattgefunden, an dem auch das MW sowie die Gutachter der LMBV und des LAGB teilgenommen haben. Ergebnisse zum Stand der Arbeiten zur Ursachenermittlung sind:

1. Bis zum Ende des Jahres werden die Gutachter einen Bericht zur Ursachenanalyse abgeben, in dem die möglichen Schadenseinflussfaktoren auf das Rutschungsereignis am 18.07.2009 eingegrenzt werden.

2. Für die endgültige Ursachenklärung müssen verschiedene Erkundungsbohrungen direkt im Bereich des Rutschungskessels und des Böschungsfußes der jetzigen Bruchkante ausgeführt werden. Für diese Arbeiten ist es Voraussetzung, dass zuerst eine Erstsicherung der abgerutschten Böschung vorgenommen wird, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten. Denn es ist technisch aufgrund der großen Entfernungen nicht möglich, von außerhalb des jetzigen Gefahrenbereiches diese Erkundungsbohrungen durchzuführen.

3. Die LMBV stellt derzeit ein entsprechendes Erkundungsbohrprogramm auf und beabsichtigt, dies im Dezember mit dem LAGB abzustimmen.

4. Die Durchführung dieser Maßnahmen werden für 2010 vorgesehen.

5. Auch soll versucht werden, die Trümmer des in den See gestürzten Hauses zu orten. Wenn dies gelingen sollte, wären die Möglichkeiten zu prüfen, eine erfolgversprechende Suche nach den vermissten 3 Personen durchzuführen.

6. Des Weiteren plant die LMBV, weitere Brunnen und Grundwassermessstellen zur Entspannung von Grundwasserleitern im Bereich der Halden an der Ostböschung des Concordia-Sees zu errichten, um die Standsicherheit zu erhöhen..."

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